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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 332

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Grundlehren des israelitischen Glaubens
Date
1835-01-01
Page
Seite 332 (sequence 6)
Language
German
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Ää2 m. Grundlchren des israelitischen Glaubens. nüngen eine fortdauernde Wechselwirkung, deren Brach« tung für den Israeliten von der höchsten Wichtigkeit ist, und es kann die Frage nicht sein, ob Vollkommenheit itt den Werken ohne Vollkommenheit in Gesinnungen und Gefühlen hinreiche und umgekehrt, denn beide Vollkom« menheiten bedingen einander, und die eine ist ohne die andere nicht möglich. § 6. Indessen ist nicht zu verkennen , daß die verschiedenen Wahrheiten, welche die Vernunft und die heiligen Bücher uns lehren, nicht alle einen gleich starken Einfluß ciuf das religiöse Leben des Israeliten haben, und manche höhere Wahrheit uns zugänglich ist, ohne daß es dem Israeliten nöthig sei, sie zu wissen, oder ihr, wenn sie ihm mitgetheilt wird, seine Zustimmung zu geben. Es kann nicht erforderlich fein, daß der Jsraelite alle Wahrheiten, welche die Religionslehre umfaßt, wisse, weil viele Lehren, vorzüglich Gesetzbestimmungen, die doch auch als Religionswahrheiten zu betrachten sind, schon bei den Aalmudisten in Vergessenheit gekommen waren, weil über Unzählige Sachen schon in der Mi sch nah von den verschiedenen Gesctzauslegern entgegengesetzte Entscheidungen abgegeben werden, weil die mystischen Auslegungen mancher Schriftstellen, als der Mosaischen Kosmogonie und den Visionen des Ezechiel nur wenigen Auserwahlten mitgetheilt werden (Chagigah 11-k» ff.). Es kann eben so wenig erforderlich sein, daß der Jsraelite jedem ihm bekannten Satz der Religionslehre seine Zustimmung gebe, La viele derselben sich wenigstens nicht deutlich in der h. S« Nachweisen lassen, und manche gar dem Wortsinne

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