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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 328

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Grundlehren des israelitischen Glaubens
Date
1835-01-01
Page
Seite 328 (sequence 2)
Language
German
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328 m. Grundlehren des israelitischen Glaubens. Neigungen und Triebe Ln dem Grade zu veredeln, daß er in Eintracht mit sich selbst bleibt, indem er der Stirn' me seines Gewissens folgt, und Ln der Ausübung des Guten seine Glückseligkeit fühlt, statt sie davon zu erwarten. §.,2. Daß der Mensch , einer solchen Höhe fähig sey, läßt sich schon dadurch nicht bezweifeln, daß Gott ihn dazu berufen hat. Es kann ihm nicht unmöglich scyn, seine Neigungen und Triebe zu veredeln, da diese ihrer Natur nach edel sind, weil es sich nicht denken läßt, daß Gott, der die Menschen zur Verkündigung seines Ruhmes erschaffen hat (Jesaiaü 43, 21.), diesem Zwecke selbst entgegen gewirkt habe. Kann sich auch kein Mensch sein ganzes Leben hindurch von Sünden frei halten (Pred. 7, 20.) und kann auch kein Geschöpf vor Gott ganz frei erscheinen (Hiob 4, 18 — 19), so rührt oieß doch nur von der Lebensperiode her, nw sie Vernunft noch zu schwach ist, um den. Regungen des Gemüthes eine heilsame Richtung zu geben (Gen. 8, 21). Je mehr er hingegen im Alter vorrückt und durch, die Ausübung seiner Pflichten den Werth der Tugend, durch Nachdenken über sein Vcrhältniß seine wahre Bestimmung erkannt hat, desto leichter wird es ihm, seine Seele von den Schlacken der verwerflichen. Lüste und Affecte zu reinigen uns nach dem Sinne Gottes zu leben, und zwar vermag er dieß durch seine eigene Kraft (Gen. 4, 7.), besonders vermittelst der offenbarten Lehre, die ihm das sittlich Gute nahe bringt (Deuteron. 30, 14), das er nur mit der Kraft seines freien Willens zu ergreifen braucht (Deuteron. ZV, 15.), wie auch wirklich viele Männer durch ihr

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