Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 327

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Grundlehren des israelitischen Glaubens
Date
1835-01-01
Page
Seite 327 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2929020-2929021-2929025-2929524--0439-2929644
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ui. Gnmdlehren des Israelitischen Glaubens. (Fortsetzung.) Erster Abschnitt. Von den Grundlehren der israelitischen Religion überhaupt. > ' §. 1. Das Ziel der israelitischen Religion ist Heiligkeit der Gesinnungen, der Gefühle und ves Willens. Ihr sollet mir ein Priesterreich seyn und eine heilige Gemeinde. (Exos. 19, 6.) Heilig sollet ihr seyn, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig. (Levit. 19, 2.) Heiligkeit ist oie höchste Stufe, zu welcher sich der Sterbliche erheben kann und ist eins mit der Gottesähnlichkeit, zu welcher der Mensch bestimmt ist: Nach der Ähnlichkeit Gottes hat er ihn erschaffen. (Gen. 5,1.) Sie ist nicht mit der Tugend eins, sondern der Erfolg eines tugendhaften Lebens. Tugendhaft ist der Mensch im Zustande anhaltenden Kampfes mit den fehlerhaften Neigungen und Trieben, die ihn zu verderblichen Handlungen verleiten, wobei alle Kraft des freien Willens aufgeboten werden muß, um nicht den bösen Versuchungen zu unterliegen. Heilig ist der Mensch erst, wenn es ihm gelungen ist, alle seine

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.