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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 324

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Die wissenschaftliche Ausbildung des Judenthums in den zwei ersten Jahrhunderten der zweiten Jahrtausends bis zum Auftreten des Maimonides
Date
1835-01-01
Page
Seite 324 (sequence 18)
Language
German
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324 II. Die zwei ersten Jahrhunderte gewissen geringschätzenden Kälte ansah. Doch blieb er ganz in der franz.-talmudischen Richtung, und fand bloß in talmudischer Beschäftigung sein Ziel, die Wissenschaft nicht kennend. Aber auch diese fand doch allmälig ihre Pflege. Juda ben Saul Ebn Tibbon, von Geburt, wie es scheint, ein Spanier aus Granada*), aber in Lüne! lebend, wurde durch Mehre, durch einen Meschullam, sowie durch den berühmten Abraham ben David aus Pasquieres im nördlichen Spanien, der später als Gegner des Maimonides auftrat, aufgefordert, das Werk des Bechai über „innere Pflichten" ins Hebräische zu übersetzen**); diesem folgten dann neben einigen grammatischen Werken ***) noch die Werke des Saadias: „über Glaubens - und Sittenlehren" und des Juda Hallevi „Cosri". — Diese Schriften, in ihrem eifrigen Bemühen, das Judenthum zu stützen und mit ihrer strengen Anhänglichkeit an demselben, mußten den französischen Juden sehr willkommen sein, mußten sie aber auch auf Fragen führen, die bis jetzt ganz außer ihrem Gesichtskreise lagen, und .*) So wird z. B. bei den Glaubens- und Sittenlehren des Saadias gesagt: „es übersetzte das Buch Juda Ebn Tibbon aus wie die Juden Granada nennen, sowie auch Leute von dort dem Maimonides sehr viel Rühmliches von diesem Manne mittheilten. (Brief des M. an dessen Sohn Samuel Ebn Tibbon *') Man sieht aus der Vorrede, die er der Uebersetzung dieses Buches vorschickte, daß dies sein erster Versuch war, sowie er auch den vielen andern Uebersetzungen kein weiteres Vorwort verschickte. — Maim. fa. a. O.): alle Bücher, die er übersetzte, grammatische ' Schriften u. s. w. — In de Nossi'S Bibliothek fanden sich deren mehre handschriftlich.

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