Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die wissenschaftliche Ausbildung des Judenthums in den zwei ersten Jahrhunderten der zweiten Jahrtausends bis zum Auftreten des Maimonides
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 321 (sequence 15)
- Language
- German
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des zweiten Jahrtausends. 321 der also, daß man, ihn überall gerne als Anhänger Per eigenen Secte aufnehmen wollte? Der Kabbalist fand in seinen —philosophischen und astrologischen — Heimlichkeiten seine eignen Geheimnisse *); der Talmudist betrachtete ihn als Stütze der Tradition: der freie Forscher perehrte ihn als Begründer seiner Wissenschaft; Spinoza wollte in ihm seine eigne Ansicht von der spätern Bearbeitung des Pentateuchs entdecken **); ja, ziehn ihn doch sogar die Karäer zu sich, seine Ausfälle gegen sie als bloß scheinbar angebend ***). Was Wunder, daß ein solches Schwanken, wenn auch in ihm gläubige Ansicht feste Wurzel geschlagen hatte, in Andern nichts Festes begründen konnte, und sein Sohn Isaak in spaterer Zeit den Turban nahm f)! Abersei dem, wie ihm wolle, umsomehr mußte er dem denkenden Geiste ein Sporn sein, ') Vergl. z B Schein T.yhbez^MrqHam zu Maim. Wiedd. Lehre (B> I. L. 5>.) Buße VIH., 4. - **) tlreol. polit. 8. S 10h ff. oder 6Ü. I'nut 1. 277 ff. — Zuda Puki in Schaar Iehudah 62 ES ist höchst interessant, wie hier der Verf. immer nackzuweiseir sucht, daß E- E. seine Worte mit eincm Schleier umge'en habe, der wohl dem gemeinen Kaufen die Erkenntniß seiner wahren Absichten entziehen könne, wie er aber durch seine Andeutungen feine Hinneigung zum KaräismnS zeige, bloß wegen-seiner Liebe zu ihnen selbst kleine Fehler ihnen hoch anrechne. Tachkhemoni GesSein Sohn -Isaak schöpfte auch aus de.r Quelle des Gesanges, und auf seinen Dichtungen ruht der Glanz des Vaters; aber als er ins Morgenland kam, überstrahlte ihn die göttliche Ehrest?), und er legte ab von sich die prächtigen Gewänder des Glaubens und zogjseine Kleider aus und bekleidete sich mit andern. Die Erklärung dieser Worte bietet dann das von einem! mzdern Manne /^Mjttel.bM^.dMauf.Wesagte: auch er zeugte einen ausgelassenen Sohn, der entsetzliche Niederträchtigkeiten begierig.