Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die wissenschaftliche Ausbildung des Judenthums in den zwei ersten Jahrhunderten der zweiten Jahrtausends bis zum Auftreten des Maimonides
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 312 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2929020-2929021-2929025-2929523--0423-2929629- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
312 II. Die zwei ersten Jahrhunderte Deutungen unbarmherzig angriffen, als auch mit keckra» tionalistischem Finger die Wunder aus der Schrift verwischen wollten, so wie, wenn schon ein Zeitgenosse deS Saadias, Chiwi Hakhalbhi, in dem Durchzuge durch das rvthe Meer Ebbe und Fluch, in dem Man Vas Manna, in dem strahlenden tgehörnten) Angesichte des Moses sein - das. 6,16- Ps. 61, 2 idie Stelle Jes 1. 24 ist nicht hicher zu rechnen, vergl. unten), auf Neh. 5. M 23, 1. — Durch solche Stellen ließen sich auch Viele verleiten, ihm Commentare über diese Bücher beizulegen, was aber ganz ungegründet ist. Bei einem so unordentlichen, vielschreibenden und vielreisenden Manne ist es sehr natürlich, daß er sich Notizen gesammelt, auf die er dann verweiset, ohne sie aber gehörig auszuarbeiten; daher also kann der Com. zum 2ten Buch M. sein früheres Werk sein, wenn er sich auch in ihm auf andere Commentare bezieht, ja die Bemerkung, daß die Hinweisungen unrichtig sind, berechtigt noch mehr zu solcher Annahme. Umsoweniger konnten seine Schüler, die seine Werke vollständig vor sich hatten, falsche Hinweisungen geben, auch nicht wohl sagen: wie ich erklären werde, wie z.B. 2.M-32,27, weil dieß ja für sie schon erklärt war. Und so wenig freilich eS Beweiseskraft haben kann, wenn er sich auf die Erklärung eines Buches berufet, so nehmen wir doch die Hinweisungen in andern Büchern auf dieses mit auf, so zu r.M. 48, 16 auf wo ich freilich die von ihm gemeinte Stelle, wenn es nicht die 3,15 ist, nichtckenne, zu 5.M. 21,20 auf 2. M. 6, 23, und so leje ich auch zu Jes. 1,24 statt: wie erklärt ist in , wo sich Nichts findet, in und zwar 3,15. — Ausdrücklich findet sich noch ein Zusatz eines Schülers, der sehr redlich das von seinem Lehrer Gehörte von dem durch diesen Geschriebenen scheidet, zu 2.M. 12,9: „Ich, der Schreiber, füge den Worten des Weisen hinzu, wie ich aus seinem Munde es vernommen." Ein schlagender Beweis ist aber der, daß Maim. in dem bekannten Briefe an seinen Sohn, dem er die Werke des E-Eanpreisend empfiehlt, gera e auf zwei Stellen aus dem Eroduscom. aufmerksam macht, 25,1 und 23,20, wo sich auch das Angeführte hei uns findet. —