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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 311

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Die wissenschaftliche Ausbildung des Judenthums in den zwei ersten Jahrhunderten der zweiten Jahrtausends bis zum Auftreten des Maimonides
Date
1835-01-01
Page
Seite 311 (sequence 5)
Language
German
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des zweiten Jahrtausends. 311 Karaer, deren Schriften und auch mündliche Lehren er fleißig benutzt hatte, welche sowohl zum Theile die talm. sich in den einer jeden Sabbathlection vorhergehenden Lerschen kund giebt, Zeichen eines jugendlich selbstgefälligen Schriftstellers — Nicht dagegen läßt sich beweisen aus Stellen wie 2. M. 15»,25, wo er sich auf seinen Com zu 1-M- 1,5 bezieht und ebenso 2. M- 32,1h, wo er auf die Erklärung zum Anfänge der Gen. hinweiset; denn gerade sie sind Gegenbeweise, indem die Stellen, auf welche er hier verweiset, gar nicht das bieten, waS er verspricht. Cs lag also wohl in seinem Plane, zu diesen Stellen über die besprochenen Gegenstände ausführlicher zu Handeln, was er aber später, als er zu ihnen kam, entweder vergessen hakte oder nach^Aenderung seiner Ab- und Ansichten unterließ. Solche Anführungen sind überhaupt bei ihm nicht selten. So verweiset er zu 2. Mos. 32,32 auf seine zu Dan 7, 10 gegebene Erklärung, woselbst sich aber gar Nichts findet; so M. 16,22 ans 5. M. 31, wo Nichts steht; so beruft er sich 5. Mos. 24,1 auf eine zu Hiob 31,10 gegebene Erklärung, die aber dort gerade widersprechend ist; zu Ies. 12,2 und 26,4 bezieht er sich auf Ps. 68, 5, wo er ganz stille ist; Zes.2,14 verweiset er auf seinen Com. zu den Ps., wo aber wohl schwerlich das, was man suchet, gefunden wird; desgleichen Jes.4, 3 verspricht er eineErklärung zu Mal. 3, ih, die sich dort nicht in der zu erwartenden Ausführlichkeit findet. Ja, er verweiset auch auf Commentare zu Büchern, die er niemals verfertigt, und zwar nicht blos, daß er dort Dies oder Jenes erklären wolle, sondern als habe er es schon gethan. So ist ganz offenbar, daß er keinen Com. zu den ersten Propheten: Josna, Richter, Samuel und Könige, ebensowenig zu Jeremias und Ezechiel; und zu Esra und Nehemias (indem der zu den letzter» unter seinem Namen vorliegende dem Moses Aimchi angehört) verfaßt, waS schon hinlänglich dadurch bewiesen wird, daß kein^Alter, selbst Kimchi, der sonst oft von ihm spricht, ihrer erwähnt (dieStette des Kimchi zu 2. Kön- 16,20, ws eine Erklärung E. E's. genannt wird, nimmt auf dessen Com. zu Jes.36 Rücksicht) und sich auch? sonst gar keine Spur findet. Dennoch bezieht er sich auf sie bald als noch zu erläuternde, wie auf Könige — Esth. 1, 6, auf Ezech. — Ies.6, 1 und 2, auf Neh. — das. 26,18, bald aber auch als auf schon erklärte, so auf Jos. — 5M 32,/i, aui Nicht. — Z.W 29,20, auf Sam-

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