Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die wissenschaftliche Ausbildung des Judenthums in den zwei ersten Jahrhunderten der zweiten Jahrtausends bis zum Auftreten des Maimonides
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 310 (sequence 4)
- Language
- German
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310 II. Die zwei ersten Jahrhunderte meinet daher, „Bücher, die solche Aussprüche thun, seien würdig verbrannt zu werden?) Und wunderbar genug, derselbe Mann erlaubt sich doch anzudeuten, daß wohl manche Stellen in den Büchern Moses Zusätze spaterer Hand seien, aber der Kluge schweige**); derselbe Mann beschuldigt ganz rücksichtlos die Chronik eines Jrrthums***). Er kämpft mit der größten Energie gegen ') Zachoth Ende. Comzu 1. M- 36, 3o. Com. zu 1-M. 12,6. 13,7. 22.16. 5. M. 1,2. (wo er sich noch bezieht auf 2, 11 u. 31, 9, wo nichts besonders bemerkt wird). LL.30 (?) und Cap. 34, welche letzte Stelle, die in Verbindung mit den andern, außer der durch ein Fragezeichen auSgeschiedeneu, zu 5-M. 1, 2 angeführt wird, er ausdrücklich als späten Zusatz angiebt, hier offener, weil schon der Talmud bei ihr dieselbe Meinung wagt. — Zu 2. M. 25,29. Rap. (Nathan A 13 ) neigt sich zwar der Mer^ nung des Joseph Ebn Caspi, Verfassers des Zophnath Paaneach (oder im Auszuge, wie er gedruckt ist, Ohet Joseph) zu, daß der Com. über dieses Buch von seinen Schülern ausgearbeitet worden sei, zugleich diese Stelle als Beleg anführend; jedoch abgesehn davon, daß seine Schüler unter seinem Namen auch blos seine Meinungen oder wenigstens solche, die in seinem Geiste gedacht waren, ausgenommen haben würden, glaube ichdieAechthelt dieses Com. sehr begründet zu sehn. Mir scheinet nämlich, daß er den Com. zu diesem Buche früh verfaßt, wozu ihn etwa die dem göttlichen Namen zukommende ausführliche Erklärung (2. M 3, 15.) veranlaßt haben mag, woher auch seine ungewöhnliche Weitschweifigkeit, ganz wie sie sich im Com. zum Pred. findet, nur daß die Grammatik schon immer mehr an Raum gewinnt, ohne daß dennoch auf seine grammat., später verfaßten, Schriften hingewiesen wird, was in seinen andern exegetischen Werken stets geschieht und was noch weniger seine Schüler unterlassen haben würden. Ebenso ist auch die geharnischte Kritik, die er ganz besonders in diesem Buche mit dem beißendsten Witze übet, (vergl. unten die Stellen gegen Chiwi Hakhalbi, gegen ben Sita 2.M. 21,35 und a. a. O ). und das dichterische Spiel, das