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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 3 · p. Seite 296

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 3
Article
Heuchelei, die erste Anforderung an den jungen Rabbiner unserer Zeit
Date
1835-01-01
Page
Seite 296 (sequence 12)
Language
German
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296 I. Heuchelei, die erste Anforderung denn diese gefährdeten die ganze Religion. Sie kämpfen zuerst, allerdings mit höchst unhaltbaren Gründen, gegen Verbesterringsvorschläge, die gemacht werden, können sie aber den Widerstand nicht so leicht besiegen, dann nehmen sie schnell heimlich ihre Einwendungen zurücke Sie stellen ihre Worte zweideutig, um jeder Partei eine andere Seite entgegen halten zu können; Dinge hingegen , welche sie gerne von sich anerkannt sehen wollen, thun sie in großer Oeffentlichkeit, wie von schlechten Pharisäern der Talmud berichtet. Fragt man sie über Abänderungen in, einzelnen und kleinlichen Dingen, so wenden sie immer den Gesichtspunkt hervor, ob es jetzt thunlich sei, d. h. ob ihr Ausspruch ihnen nicht hie und da schaden könne; auf die religiöse Seite der Sache, die dem Rabbiner zunächst obliegt, gehen sie nicht ein. Wie machten es da unsere Alten? Sie sprachen offen und unumwunden zuerst ihre Meinung aus und befragten dann den Rath der Klugheit.*) — *) Sehr interessant ist in dieser Beziehung Gunter Andern? ein Gutachten des David den Simra.^Ausg. Fürth N95 Th ZU. Nr.6^5->° Er wurde dort gefragt über die lhinzugefügten Klaggebete (gewohnlich genannt), welche an den?> Sabl'athen vor dem Tempelzerstörungstage gebräuchlich sind, ob man Recht daran Lhue, sie beizubehalten, oder ob sie entfernt werden sollten? Da antwortete er: ,, W.o hl dem, der so l ch e D i n,g e a b bringt: Gottlob hat auch dieser Gebrauch in Egyp.ten aufgehört; auch die Mostareb beachten ihn nicht. Wie sehr haben uns unsere Lehrer die Klage und das Weinen am Sabbathe verboten, um Mb viel mehr Klagelieder zu. sagen und an die Zerstörung zu er-. Ürnern, um das Weinen ,zu erregen. . . . Die Verfasser derselben aber mögen wohl weniger Gesetzeskundige als Dichter gewesen sein,, wie dies auch Maim. in seinem Buche der Gesetze in Bezug ans. dm-Verfasser der ASHaroth- Salomo Herr GabLroi,<

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