Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 2 · p. Seite 278

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 2
Article
Frankfurt [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 278 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2929020-2929021-2929024--0370-2929496
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

278 Nachrichten aus der Synagoge. tatweise zugetheilt ftp, die sich dann versammeln und genau zm fammen überlegen würden, von denen er mir Einen nannte, dem die Uebersetzung der Traktate Erubhin und Jchamoch übergeben worden sep, nämlich den großen, rechtgläubigen Rabbiner Dr. Adler in Hannover. Da ich nun weiß, daß dieser Mann als rechtgläubig und talmudisch gelehrt anerkannt ist, so dachte ich, der Theil möge fürs Ganze zeugen, indem ich damals leider Alles., glaubte. Nun aber kam mir ein Brief von jenem Manne zu, daß es ferne von ihm sey, ihm niemals in den Sinn gekommen, er auch nicht einmal ein Empfehlungsschreiben ihm gegeben; hiedurch nun sind meine Billigüngsworte von selbst aufgehoben, indem mich der liebersetzer getäuscht. Ich Verbiete es daher, ausdrücklich, meine Approbation für diese Talmudübcrsetzung abzudrucken; wer: dagegen handelt, den wird die, Schlange beißen ") In Bezug auf Dr. Pinner aber sage ich, daß ich allerdings außer dem Angeführten keinen Makel an ihm gefunden während seines ganzen Aufenthaltes in unscrm Gebiete, wie auch.andre Große von ihm bezeugen; er wird daher wohl Einsicht haben. Ist wirklich seine Absicht um Gotteswillsn, wie auch ich anfangs im Jrrthume war, so sieht er nun, daß alle Rabbinen Israels von allen Orten her sich dagegen auflehnen und sein Unternehmen ihnen nicht zusagt. So ist er nun verpflichtet, seinen Entschluß aufzugeben, indem er nicht besser als Elicser ben Hyrkanus ist, der der Mehrheit der gegen ihn Streitenden nicht bcistimmen wollte und deßhalb in Bann gethan wurde. Sollte er daher sein Unternehmen nicht aufgeben, so wäre er wohl würdig, daß man, falls die Regierungen es erlaubten,, den härtesten Bann über ihn ansspräche; da jedoch dies nicht erlaubt ist, so wisse er wenigstens, daß die Sünde um seine Ferse gewunden ist und Gott ihn ins Gericht bringen wird, daß hingegen beim Aufgeben seines Entschlusses der göttliche Name durch ihn. geheiligt wird, er selbst gesegnet und erhoben werde und wegen, des Unterlassens Lohn, ') Prediger 10,8..

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.