Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Cleve [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten aus der Synagoge. 267 dem Menschen trennt. Um aber diesen Kampf mit segensrei, chem Erfolge bestehen zu können, muß cs ein Mannseyn, der sowohl durch ausgebreitete Gelehrsamkeit, als durch hohe Ge» sinnung in Achtung und Ansehen bei den Behörden sowohl als bei seinen Mitbürgern steht. Wir hegen die angenehme Ueberzcugung, daß unsre Le» ser, die es angeht, in Ansehung aller vorerwähnten Punkte mit uns einverstanden sein werden, daß sie unsere Ansichten nnd Wünsche theilen, und auch ohne unsere Anregung ebenso gedacht und gewünscht haben würden. Wir fühlen uns indes» sen gedrungen, unser« theuern Mitbrüdern die betreffende An, gclcgenheit an's Herz zu legen, damit nichts versäumt noch übereilt werden möge, damit sich Keiner der Stimmberechtigten unvorbereitet für einen Bewerber gewinnen lasse, dessen Wahl der Gesammtheit weder zum Heil und Segen, noch zur Ehre gereichen würde. Ein jeder fühlt, daß cs sehr ungereimt seyn würde, eine so einflußreiche Stelle, wie die in Rede stehende, durch einen abgelebten Greis, dem cs an Thatkraft gebricht, der weiter kein Verdienst hätte, als über Büchern grau geworden zu sein, wieder besetzen zu wollen; noch unge, reimter und in seinen Folgen bedenklicher würde essein, wenn ein junger Mann dazu gewählt werden sollte, der kaum seine Studien beendet, und noch durch keinerlei Praris seine Fähigkeit und Tüchtigkeit zu einem solchen wichtigen Amte, weder keine Gelehrsamkeit noch seine Welt-- und Menschenkenntiß dar» gethan hat, und außer dem Titel eines Candidaten keinerlei Verdienst und Anspruch hat. Fürwahr! Israel ist noch nicht verwaiset; es gibt der tüchtigen, bereits in einem weiten Kreise berühmt gewordenen Männer noch genug, die es nicht verschmähen werden, eine Stelle anzunehmen, welche neben einem sehr ehrbaren und reichlichen Einkommen einen großen und schönen Wirkungskreis und eine achtungsvolle Stellung in der Gesellschaft darbietet. Wir wollen von Dielen nur einige Wenige nennen, welche mit Ehren auf eine Wahlliste anfgeführt werden können, und bezeichnen als solche: den Herrn Ober-Rabbiner. Löwen stamm zu