Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Cleve [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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269 Nachrichten aus der Synagoge. Emde», den Hern Vice-Ober-Land-Rabbiner Oettinger un8 den Herrn vr. Z unz in Berlin, welcher letztere sich durch seine in der gelehrten Welt sehr geschätzten Schriften, die von eben so tiefer Kenntniß der biblischen und rabbinischcn Theologie und Literatur, als der philosophischen Wissenschaften zeugen, einen ausgezeichneten Ruf erworben und außerdem auch als tüchtiger Kanzelredner sich bereits bewahrt hat. Ohne Zweifel wird sich Mancher unserer Leser noch anderer gefeierten Namen erinnern, die neben den genannten aufgeführt zu werden verdienen. Drum lasset uns unsere Augen nur auf Würdige richten; und Ihr, Ihr Männer in Israel, die ihr von Gott und Obrigkeit dazu berufen seid, ein kirchliches Oberhaupt zu wählen, bedenket und beherziget, welch eine wichtige und heilige Angelegenheit es ist, die man euch anvertraut. Laßt euch bei der bevorstehenden Wahl durch keine Leidenschaft beherrschen, durch keine Nebenrücksicht verleiten, sondern beweiset euch als Biedermänner, die Gott fürchten, die der Wahrheit ergeben sind und allen Eigennutz Haffen , zu eurem und eurer Mitbrüder Seelenheil und zur Ehre des Allerhöchsten, der feinen Segen befehlen möge über euch und über Alles, was ihr unternehmet! Amen! Levmer 3393. (17. Mai 1835). Einige Israeliten, die das Gute suchen für ihr Volk (ihre Gemeinde). Es ist ein seht erfreuliches Zeichen von dem Interesse, das man an den religiösen Angelegenheiten in Israel nimmt, wenn solche Gelegenheiten zu öffentlichen Besprechungen ergriffen werden. Wir wünschen den würdigen Männern, von denen diese Winke herrühren, in welchen wir blos eine nähere Andeutung dessen, was der jetzige Rabbiner, und namentlich ein so hochgestellter, für das religiöse Leben zu leisten hat, vermissen, einen Geistlichen von innen» Berufe, der durch rein religiöse Gesinnung auf die seiner Pflege Anvertranten zn wirken vermag. Möge Gott geben, daß