Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Frankfurt [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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S57 Nachrichten aus der Synagoge. Hinsichtlich der Schule würde, nach dem Inhalte der in beiden Edikten dahin einschlagcndcn Paragraphen, ein Aehuliches Statt finden, wenn hier nicht die Analogie der Ortsvorstände, die, mit dem Geistlichen vereint, die christlichen Schulen beaufsichtigen *), einige Aufklärung gäbe, wie sie §. 5. auch anzudeuten scheint. Daß für Synagoge und Religionsschule in der Stadt besser als auf dem Laude gesorgt ist, das ist ein Ucbel, das in der geringen Anzahl der Israeliten, welche auf dem Laude zusammen wohnen, und in der daraus entspringenden Unmöglichkeit, jeder kleinen Gemeinde einen Prediger und Neiigivnslchrer zu geben, seine Wurzel hat. Die Folge davon ist, daß gerade auf den Dörfern die Juden am meisten zurück sind, da, wo, sich die geringsten Mittel zum gedeihlichen Fortschreiten ihnen darbietcn. Wir kennen nur das einzige Königreich Würteinberg, wo die Schließung mehrerer Synagogen, die Verbindung verschiedener Gemeinden zu einem Kirchspiele, von denen eins im Mittelpunkte liegende die Synagoge hat, während die andern deren Filiale wurden, die Vereinigung der Functionen eines Vorsängers und Religionslehrcrs in eine Person, und endlich die vollständige Organisirung der synagogischen Verhältnisse unter acht Hanptrabbinats mit einem Obcrrabbinate in der Residenz es möglich gemacht haben, daß eine gleichmäßige Bildung bis zu den niedersten Classen des Dorfes durch-- dn'nge. — Scheint auch in unscrm Großherzogthume für den Augenblick eine solche durchgreifende Einrichtung noch nicht möglich, so sollte doch ein größerer Eiustufi des Provinzialgeistlichen auf die Anstellung der Religionslehrcr auf dem Dorfe, welches Geschäft oft den untauglichsten und mimoralischsten Personen zufällt, gestattet, und eine wenigstens jährliche Besichtitrenne» sich beide blos im Nameu» und dieser wird ja welch nichts zur Sache thuu- -- P Rübl. ga- 1827. Nrs. 6V. §, s8.