Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 14)
- Language
- German
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248 R e c e n s i o n e n. schon sie die Vermischung in der gewöhnlichen Meinung herbeiführten; hingegen die Verschiedenheit, welche das 2. Cap. untersucht, ist ganz wesentlich, indem die Kabbalah auch nicht einmal den Emanationssystemen zuzuzählen sei, als welche sich nach dem Vers., der hierin Jäsche zu folgen angiebt, nur in sofern von dem gewöhnlichen Pantheismus unterscheiden, daß dieser die Dinge als zugleich mit Gott seiend annimmt, jene aber sic als aus ihm entstanden, und zwar in allmäliger Entwicklung, und zwar die erste von ihm ausgegangcne Form als eine ihm sich annähernde und erst nach und nach sich immer mehr von ihm entfernende, betrachten, woher noch der besondre Unterschied, daß im Pantheismus die Dinge in Gott verschwinden und gar kein selbstständiges Sein haben, während die Emanationstheorie beide als getrennt ansieht und jedem selbstständiges Sein beilegt. Diese Unterschiede, an sich schon nicht unbedeutend, scheinen dem Vers, jedoch nicht wesentlich und sind es auch in Bezug auf die theistische, Frage über dis Nothwendigkeit der Weltzeugung nicht, jedoch bei dem Versbaus dem sonderbaren Grunde, weil schon Augustin mit Recht sage, aus Gott könne nichts Anderes emaniren als Gott selbst; dies mag zur Widerlegung des Systems ganz genügen, aber nicht zur Aufhebung der Unterschiede zwischen ihm und andern Systemen. Wenn nun Jäsche aus der Annahme, Emanationstheorie sei in der Hauptfrage mit dem Pantheismus einverstanden, deßhalb die Kabbalah , die er als eine Tochter der erstem auffaßt, auch pantheistisch nennt, so stimmt nur der Vers, im ersteren bei, giebt aber nicht zu, daß die Kabbalah eine gleiche Schuld trage, indem diese einen realen Um terschied zwischen Gott und der Welt anerkenne, annehme-