Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 242 (sequence 8)
- Language
- German
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242 N e c e n s i o n e n. und andrerseits gerne die Gelegenheit ergreifen, dem Her gelianismus mit allen ihm in der Vorzeit wie in der Gegenwart verwandten Systemen seine religiöse Blöße, die er so geschickt zu verdecken weiß, aufzüdecken. So sehr ehrenvoll dies für die kräftige religiöse Ueberzeugung und den Freimuth des Verfs. ist — der nur zuweilen zu bitter und heftig ist, — so sehr mag doch dieses auch der nüchternen Forschung geschadet haben. Doch darüber urtheile der Leser nun selbst, indem wir im Allgemeinen den Inhalt der Schrift angeben. Nachdem die Einleitung die verschiedenen Ansichten über Gott und seine Beziehung zur Welt in fünf Elasten theilt, und den Pantheismus geradezu des Atheismu beschuldigt, folgt die natürlich - nochwendige Eintheilung der Art, daß in einem ersten Abschnitte die Kabbalah, in einem zweiten der Pantheismus und in einem dritten deren gegenseitiges Verhältniß dargestellt wird. Der erste Abschnitt zerfällt in 4 Capitel, deren erstes allgemeine Bemerkungen über den Kabbalismus enthält, welche, historisch-kritischen Inhaltes, die schwächste Seite des ganzen Buches sind, denn abgesehen von den obigen Rügen, ist die in alte Zeit versetzte Scheidung zwischen den Wörtern und welches elftere zwar anfangs die ganze Ueberlieferung bedeutet, aber bald, sich dieser entäußernd, auf die Kabbalah sich zurückgezogen haben soll, gewiß unrichtig, da dies Wort, während selten vorkömmt und sehr bald bloß die Masora zur Bibel bedeutet, immerfort die Bedeutung "Ueberlieferung" beibehalten, in alten und neuen Schriften sogar die nachmosaischen bibl. Schriften darunter verstanden werden (vergl. Zunz: die gottesdienstl. Vom. S. 44 a), und