Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdisches Schulwesen [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- Homer 1× ep/1025156
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Jüdisches Schulwesen. 233 erziehend ist, nicht blos eine Kraft abrichtet, sondern gleichzeitig den ganzen Menschen und das Tiefste in ihm, das religiöse Gefühl entwickelt, und in dem Zöglinge gleichsam die Religion selbst erzieht. — Wollte aber die Schule etwa nur streng im Allgemeinen an der Religion sich halten, und alle Berührungen des besonder» Confessionellen sorgfältig vermeiden, so würde sie aufhören, eine christliche Schule, und eine Schule für Kinder zu sein; sie spaltete dann naturwidrig das kindliche Gemüth, Ln welchem (vgl. das Kindesalter eines Volkes, z. B. in der Bibel, im Homer) das Menschliche mit dem Göttlichen, und dieses mit dem besonder» positiven Glauben stets zusammenfließt, und untergraben wäre alsdann von vorn herein des Zöglings Religiosität, Glauben und Sittlichkeit, die nur um so fester und lauterer werden, je vielfältiger sie in dem gesammten Boden naturgemäßer Elementarbildung wurzeln." Wenn wir nun aber auch alles dieses recht gerne zugeben, so können wir doch keineswegs die Folgerung daraus ziehen, welche die vorliegenden Schriften bezwecken. Freilich soll der erziehende Unterricht, er habe einen Gegenstand, welchen er wolle, zugleich Religionsunterricht sein, weil das höchste Ziel der Erziehung gerade in dem Wesen der Religion gesetzt ist; allein nicht bei jedem Unterrichtsgegenstande kann und darf zugleich ein positiver Religionsunterricht statt finden. Dieses wäre auf ungezwungenem Wege ganz unmöglich und wird auch wohl von keinem Verständigen im Ernste verlangt werden. Nur hingeleitet soll von allen Seiten auf den Mittelpunkt, das Göttliche im Menschen, werden, damit dann die verschiedenen zarten Fäden zusammengefaßt und