Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdisches Schulwesen [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 9)
- Language
- German
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232 RecensLonen. Religionen der Menschen; weil diese verschieden sind in ihrer Individualität, in ihrem Glauben (?), ihren Vorstellungen und Meinungen, ihrer Abstammung, nach ihren Gewohnheiten, ihrer Erziehung." Darum also "verschiedene Wege zu einer Heimath; mannichfache Lichtstrahlen zu einem Brennpunkt; verschiedene Erkenntniß (?) zu einer Wahrheit. — Darum soll und darf auch jener materielle vorbilvende Lehrstoff kein allgemeiner, sondern er muß in seiner Darstellung geschieden und verschieden sein u. s. w." — Obschon nun diese Bemerkungen in dem Zusammenhänge, in welchem sie H. D. B. anführt, Durchaus das nicht beweisen, was sie beweisen sollen, wie denn überhaupt das unlogische Hinüberspringen von einem Begriffe in den andern, welches in dieser kleinen Broschüre herrscht, sehr verwirrend ist, so sehen wir doch Dieselben als die einzige Basis an, welche etwa zur Begründung der Ansicht dienen könnte, daß jede Volksschule überhaupt einen bestimmten konfessionellen Character ansich tragen müsse. Was Hr. D. B. sonst bemerkt, ist entweder der Art, daß es bei einer so wichtigen Frage gar nicht in Erwägung gezogen zu werden verdient- oder nur dann anwendbar, wenn es sich um die Frage handelt, ob jüdische Kinder sine,- eigentlich christliche Volksschule besuchen sollen. — Viel bestimmter, gründlicher und zugleich auf daS Wesen der Religion und des, erziehenden Unterrichts, sowie auf die Natur des Kindes eingehend, bemerkt Hr. D. H.: "Das Leben des Menschen ist Eins, ein Ganzes,, und muß ganz, zusammenhängend und aus seiner Tiefe heraus gebildet werden. Solche tiefgreifende Bildung bewirkt der Volksschulunterricht dadurch, daß er wesentlich