Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdisches Schulwesen [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 8)
- Language
- German
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Jüdisches Schulwesen. 231 Communalschulen eingeführt sind? Sollen wir auch da wünschen, daß wir besondere israelitische Schulen erhallen, oder sollten wir nicht vielmehr darauf zu dringen suchen, daß Communalschulen überall emgeführt werden? — Sehen wir uns in den vorliegenden Schriften um, ob wir Gründe vernehmen, welche uns überzeugen könnten, daß die Volksschule nothwendig einen bestimmten konfessionellen Character an sich tragen müsse. Hr. D. B. scheint sich der Pflicht, solche allgemein gültige Gründe geltend zu machen, weniger bewußt gewesen zu sein und bringt dieselben nur zufällig und für andere Zwecke bei, vbschon er seine Aufgabe ganz allgemein faßt, und uns, dem Titel seines Schriftchens nach, „über die Vermengung der Kinder verschiedener Religionsparteien in einer Schule" seine Ansichten entwickeln will. Er beginnt mit einer Anpreisung der Religion als eines vorzüglichen „Mittels," welches „dem Staate zur Begründung und Förderung der gesellschaftlichen Wohlfahrt, zur Aufrechthaltung gesetzmäßiger Ordnung und Sicherheit zu Gebote stehe, indem Sen Menschen zur Religion erziehen „nichts anders heiße, als ihn Gott und der Tugend weihen, damit er dem Gesetze und der Pflicht lebe;" eine Unterordnung der Religion unter fremde Zwecke, welche ihrem hohen Wesen und Selbstzwecke durchaus unangemessen ist und bei einem sonst sehr verdienten Schulmanne und Religionskehrer außerordentlich befremden muß. Nach einigen der Klarheit und Bestimmtheit keineswegs förderlichen, dasselbe wiederholenden Sätzen sucht er das innige Berhältniß der Schule zur Kirche und Synagoge darzulegen und bemerkt: „Es gibt nur eine Religion der Menschheit, aber verschiedene