Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 212 (sequence 3)
- Language
- German
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212 Reeen fionem Gegnern, den französischen Rabbinen, unnatürlich erweitern M. hat nach Herrn B. blos die mosaischen Glaubensurkunden mit den Vernunstgefetzm vereinen wollen, hat nur diesen eine assgentM gütige und nothwendige Anerkennung zu verschaffen gewünscht; die Spitzfindigkeiten aber, tzitz „weitläufigen, unnöthigen Episoden, Legenden und Allegorien," womit die Gemara „überschwemmt" ist, hielt er für unbedeutend und überflüssig, ja für eine Auslegung der Schrift nach „Willkühr und Phantasie.^ Die ihm entgegenstehenden französischen Rabbinen hingegen, wandten sich ausschließlich dem Thalnmd zu, übten ihren Scharfsinn an Kleinigkeiten, und -verschwendeten ihren Witz in „Grillenfängerek." Nun hat M. zwar das Buch Mischneh Thorah geschrieben, und ist in diesem Werke nirgends von den Meinungen des Lhalmuds abgewichen. „Dies that er aber nur deswegen, damit, wenn die Rabbinen in seinem More Nebuchim so oft den chalmM'schen Meinungen entgegengesetzte philosophische Aeußerungen fanden, sieihm keinen Vorwurf der Unkunde des Thalmuds machen könnten, indem er ihnen seine Ueberlegenheit selbst in diesem ihrem eignen Elemente davstellre.„ (S- 15.) Und welches sind die Motive dieser beiden so entgegengesetzten Richtungen? — Herr B. stellt uns hier mit Recht den Genuß bürgerlicher Freiheit, Humanität und Toleranz von Seiten der damaligen maurischen Fürsten in Spanien, als die Quelle physischen Wohlstandes und würdiger Aufregung zu wahrer Wissenschaft dar; und die Unmenschlichkeit und Rohheit im benachbarten Frankreich, den Druck und die Erpressungen, den Fanatismus und die Habgier, deren Zielscheibe die Inden daselbst waren, als die Ursache