Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 2
- Article
- Jüdische Geschichte [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 19)
- Language
- German
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Rapoports Biographien. Saadias. 187 und Sittensehrcn, aus, worin er die Versöhnung jüdischer Ansichten mit der philosophischen Betrachtungsweise, die Begründung jener und die Zulässigkeit dieser darzuthun anstrebte. — So stellt Rapoport nun hier fünfzehn umfassende Werke, von denen einige noch in Unterabtheilungen zerfallen, auf, die, weil sie zum großen Theile für uns verloren sind, mit vieler Gelehrsamkeit nachgewiesen und deren Inhalt durch eine glückliche Combinationsgabe eruirt wird, sowie auch die nicht ihm angehörigen, aber ihm entweder mit absichtlicher Täuschung oder aus Jrrthum beigelegten Werke gründlich abgewiesen werdend Zu ersterer Art gehören kabbalistische Schriften, indem die spätern Kabbalisten, die gerne die Jünger des Urmenschen, von dem sie soviel sprechen, sein möchten, unter den Alten Rekruten preßweise aufnehmen und ihnen Produckte unterschieben, die wohl ihrer, aber nicht jener großen Meister würdig sind. Am rücksichtlosesten verfährt in dieser Hinsicht Moses Botril in seinem Commentare zum Buche Jezira; er legt ihm ein Buch: Stein der Weisen bei. So soll er auch den Commentar zum Jezira, der jetzt unter seinem Namen sich findet, verfertigt haben, der aber offenbar spätern Ursprungs ist, obgleich er allerdings ebenfalls einen solchen, aber in ganz andrer Beschaffenheit verfaßt bat. Am Trefflichsten ist aber die unternommene Kritik über den Commentar zum Daniel, den wir irrthümlich unter seinem Namen besitzen, welcher aber mit siegenden Gründen einem weit spätern französischen Gelehrten gleichen Namens, nicht Gaon, vindicirt wird (Anm. 39). Mit gleichem Geiste wird über sein Uebersetzungswerk gehandelt und namentlich darge-