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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 2 · p. Seite 148

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 2
Article
Der Mangel an Glaubensinnigkeit in der jetztigen Judenheit
Date
1835-01-01
Page
Seite 148 (sequence 8)
Language
German
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148 I. Der Mangel an Glaubensinm'gkeit keit, die einen gänzlichen Untergang noch eine Zeit lang abwehren will und nicht kräftig genug ist, sich zum wahren lebendigen Geiste zu erheben, der sie selbst und mit ihnen die ganze Synagoge durchdringe. Aber auch bei denen, welche diese Starrheit bekämpfen, zeigt sich nicht immer das lebendige religiöse Interesse, das eben, weil es nicht Leben genug in der Synagoge findet, sich von ihr abgestoßen fühlt; sie verlangen nicht das innere Leben und die äußere Anregung, sondern sie freuen sich-einzig und allein des ertödtenden Zweifels; die Wärme und das heilige Feuer ist es nicht, was sie in der Synagoge vermissen, denn darnach tragen sie gar kein Verlangen; das Band mit dem Hähern und Unsichtbaren scheint ihnen nicht durch die jetzige Lauheit und Handwerksmäßigkeit zu lose, im Gegentheile ist ihr Kampf einzig und allein gegen die Fessel. Daher ist ihr Kämpfen auch ohne festes Ziel, sie wollen bloß stürzen und nicht aufbauen, sie verlangen keine Institute, die das religiöse Gefühl befriedigen, ohne den ästhetischen Sinn zu verletzen und der Vernunft Hohn zu sprechen; daher ist es ihnen auch nicht um eine Reinigung des ganzen Religionswesens — wie cs ja nach ihren Ansichten ihr Wunsch sein müßte — zu thun, sondern nur so viel wie möglich eine jede Störung, eine jede Beeinträchtigung ihrer Gemächlichkeit von sich fern zu halten. Wäre diese Klage nicht gegründet, woher kömmt es denn, daß im Ganzen so wenige Veränderungen im eigentlichen Synagogenleben vorgegangen sind, während doch ein großer Theil, dem es weder an Mitteln, noch an Ansehen, noch an Intelligenz fehlt, sich ganz anderen Ansichten zuwendet? Lebt ein warmer, re-

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