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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 1 · p. Seite 129

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 1
Article
Darmstadt [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 129 (sequence 3)
Language
German
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Nachrichten aus der Synagoge. 129 wen» auch nur scheinbar, besiegte Partei gerichtet ist. Nicht einen Prediger, sondern einen Theologen kennen zu lernen, war ich daher gekommen; denn das glaubte ich mit Recht erwarten zu dürfen, daß der Neuangekommene, auf de» Aller Augen gerichtet waren, ein treues und klares Bild des Zieles gebe, das er sich gesteckt, und der Mittel, deren er sich dazu bedienen werde. Ich verließ die Synagoge und fand mich, leider! zwiefach getäuscht. Eine leere Phraseologie, hohles Gerede und nichtssagende Wörter ließen dem Zuhörer den Theologen völlig unerkannt. Es war von Lücken, von Rissen, von Mängeln, von Gebrechen rc. die Rede, wo aber diese Lücken rc. zu suchen und wie sie zu heilen seien, das erwartete der Zuhörer vergebens. Das Wort Gottes sollte nach Wahrheit gelchret werden und die Bibel die Säule sein, die das ganze Gebäude trage; wie aber diese Wahrheit aus der Bibel geschöpft, ob nach einer vernünftig-gläubigen oder einer ängftlich-talmudischen Wort-Interpretation, das sollte der Zuhörer von selbst errathen. Gott gebe, er habe es gut gemeint. Aber diese Unentschiedenheit und Schwäche hat ihm doch schon manches noch empfängliche Herz abgewendet. Ich kenne die Stimmung der hiesigen Gemeinde. Hingegen verließ ein großer und zwar der intelligenteste Theil der Anwesenden mit der Ueberzeugung die Synagoge, daß von der Wirksamkeit des neuen Rabbiners als Prediger wenig oder gar nichts zu erwarten sei. Nicht zu gedenken jener Unbestimmtheit und Unklarheit, die durch die ganze Predigt sich hinzog, jenes gänzlichen Mangels an Anschaulichkeit durch Specialisiren, die diese Predigt allein hätte fruchtbar machen können: entbehrte sie auch jeden Funken gesunder Logik, ja nicht einmal eine vernünftige Jdeenaffociation war bemerkbar. Sie werden dieses gleich an der Eintheilung sehen, die das Thema erschöpfen sollte. „Die wichtigen Pflichten, die dem Geistlichen durch seinen Beruf obliegen," sollten in der Predigt ausgeführt werden, nachdem auf eine kurze Einleitung der Text aus der Haphthara des vorhergehenden (!) S

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