Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- Darmstadt [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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13Ü Nachrichten aus der Synagoge. Sabbaths Zach. 3, 7. angegeben war. Dieses Thema sollte durch die vier folgenden Theile erschöpft werden. Er muß 1) sein Amt treulich verwalten, 2) das Wort Gottes nach der Wahrheit lehren, 3) dem Gottesdienste eine andere Gestalt und D der Jugend eine bessere Bildung geben. Ist das ganze Thema nicht durch Abth. I. schon erschöpft? Ist H nicht völlig in l enthalten und sind nicht wieder III und IV Unterabthcilungen von II? So bin ich wenigstens zu denken gewohnt. Wollten Sie mir nicht in Ihrem nächsten Schreiben Ihre Meinung darüber mittheilcn? An Reminiscenzen aus den Urkunden der christl. Religion fehlte cs auch nicht. So soll das Wort, Gottes, den Einen ein Aergerniß, dem Andern eine Thorheit und dem Dritten ein Spott sein. Ich gestehe cs , die Wahrheit ist mir von jeder Seite her willkommen; aber solche Wortklauberei thut meinem Vertrauen auf die selbstständige Kraft der Synagoge und ihrer Urkunden immer wehe. Sie ist leider! nicht selten in Israel. Was mögen wohl die christl. Zuhörer dabei gedacht haben? — Eine Jndecenz, die selbst derjenige fühlen mußte, dem sie eigentlich Weihrauch sein sollte, bildete den Schlußstein und mußte vollends allen Eindruck verwischen, den die Predigt auf Einen oder den Andern gemacht haben mochte. Nachdem nämlich viele Segnungen über das glorreiche Fürstenhaus, Israel und alle Völker (steht Israel den klebrigen noch als Volk gegenüber?) ertheilt waren und man auch einem über alle diejenigen, die das Wort Gottes lehren und verbreiten, entgegensah, wurden diese in den Worten zusammengefaßt: „Der Herr segne auch die Rabbinatsverweser einer uns benachbarten freien Reichsstadt, Amen." So steht hier die Sache. Doch ich habe noch nicht, wie Viele dahier, die Hoffnung aufgegeben. Der Mann ist noch jung, und einmal wird und muß er sich entscheiden, und an logischer und ästhetischer Ausbildung wird er es nicht fehlen lassen. -- (Paris, März 1835.) Der hier lebende deutsche Gelehrte, Herr Munk, ist unermüdet thätig in seinen arabisch-