Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 23)
- Language
- German
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Peter Beer, Leben u. Wirken d. Maimonides. 119 Er widerlegt hier den Vorwurf, als habe er daö Talmudstudium durch seine Schriften verdrängen wollen, mit folgenden Worten : „Wisset zuerst, daß ich, wovor Gott sei, nicht gesagt habe, beschäftigt euch nicht mit der Gemara und nicht mit den Halachoth des Lehrers Isaak ober eines Andern. Der Allwissende sei mein Zeuge, daß man bereits in anderthalb Jahren bei mir meine Compendien nicht studierte; nur drei kamen zu mir, und lernten einige Bücher. Die meisten Schüler indessen verlangten Unterricht in den Halachoth des großen Lehrers, und ich habe mit ihnen mehrmals die ganzen Halachoth durchgegangen; auch zwei wollten Gemara lernen, und ich lehrte sie dieAbschnitte, welche sie wünschten. Habe ich etwa befohlen, oder ist es mir je eingefallen, daß ich alle von mir verfaßten Schriften wegen meines Compendiums verbrennen wollte? Habe ich ja deutlich im Anfänge gesagt, daß ich es blos für die Geistesschwachen verfaßt habe, die die Tiefe des Talmuds nicht durchdringen, und über das Erlaubte und Unerlaubte sich nicht ausreichenden Bescheid aus ihm Verschaffen können." Wir kommen nun zu M. Auswanderung und deren Veranlassung. Herr B. hat hier (S. 7 — 1V) sowohl die Ansicht, daß es bereits eine Wirkung der Verfolgung seiner Glaubensgenossen gewesen, als auch die, daß er in Folge eines Juden und Christen verweisenden Edicts des Abdalmumen (wie es heißen muß), Königs von Cordova, den Islam eine Zeitlang bekannt, und dann heimlich aus Spanien mit Familie und Gut entkommen sei, mit hinlänglichen Gründen widerlegt, aus welchen wir nur den hervorheben wollen, daß, bei dem