Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 16)
- Language
- German
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112 R e c e n s i o n e n. derte, und er dadurch aufmerksam gemacht wurde, daß es außer dem Talmud noch mehr Wissens- und Becherzigungswürdiges gebe, verlegte er sich zugleich auch auf Philosophie und ihre Vorbereitungsschriften? Hiermit beschäftigte er nun seinen Geist, und beleuchtet mit ihrem Lichte die mosaische Religion, welche zu seiner Zeit mit so vielem Nebel umdüstert, und mit einem solchen Wust von heterogener Emballage umsponnen war, daß man sich nicht bis zum Kern durchzuarbeiten vermochte." So lautet das Orakel Herrn B.'s. Die hie und da berührten wissenschaftlichen Gegenstände im Talmud, die sehr oft durch die Kenntniß der ersten Elemente verständlich werden, und terra mooKnita zu sein aufhören, sie sind es alsodie unfern M. zum tiefen Eindringen in alle diese Gebiete, zum ernsten Nachdenken im Felde der Mathematik, Philosophie, Astronomie, Medicin veranlassen; es ist kein innerer wissenschaftlicher Trieb zur Theilnahme an den Bestrebungen der Zeit, es ist keine äußere Anregung von einem selbst in vielen dieser Gebiete als Schriftsteller aufgetretenen achtbaren Vater, welche die Wurzel solcher Früchte dem ergiebigen Boden seines Geistes anvertrauen ließen! Und doch wollte er später die seiner Zeit umdüsternden Nebel zertheilen, den umsponnenen Kern der mosaischen Religion beleuchten, nun warum trieb ihn nicht vielleicht eben dieser Nebel, und dieser Wust, der Wunsch, hierdurch seinen Glaubensgenossen einen Dienst zu leisten? Das wäre doch eine bei weitem würdigere Triebfeder für den Geist unsers M. gewesen, obgleich auch dies unbegründet wäre. — Wir glauben, daß M. frühe, gemäß der Gewohnheit der damaligen so reichlich an Bildung und Kenntniß die spätere Zeit über-