Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 17)
- Language
- German
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Peter Beer, Leben u. Wirken b. Maimomdeö. 113 ragenden Juden, neben den talmudischen Studien zur Erlernung der andern, damals zusammengehörigen, Wissenschaften, der Heilkunde, Weltweisheit u. s. w. angehalten wurde, daß ihn dabei die Leitung eines trefflichen und erfahrnen Vaters, so wie sein eigner klarer Geist unterstützten, und daß bei seinem Streben nach Einheit und Durchdringung jedwedes als stoffartig in seinem Geiste dem systematischen Ganzen sich Entgegensetzenden, die mosaische Religion und der Talmud lange Zeit der Mittelpunkt seiner Thätigkeit und Bestrebungen ward. Sein im 23sten Jahre begonnener Mischnah-Commentar zeigt schon den in allen später erst schriftstellerisch bearbeiteten Fächern vielbewanderten Mann, und auch später, wo zuerst seine philosophischen Studien und dann seine medicinische Praxis mehr in den Vordergrund traten, waren es immer noch talmudische und mosaisch-religiöse Gegenstände, die seinen Geist in Briefen und sabbathlichen Unterredungen beschäftigten, nach denen er sich sehnte, und die ihn oft sogar mit Schmerz über seine anderweitigen, ihn so vielfach störenden Beschäftigungen, in den andern Gebieten seines Wissens erfüllten. In solchen Momentey schreibt er freilich an Rabbi Jonathan ben David in Lünel: „Ich muß dir und allen Weisen und Gelehrten, die meinen Brief lesen, bekennen, daß die Lehre Gottes zwar mich kannte, bevor ich im Mutterleibe gebildet ward, daß sie mich heiligte, ehe ich das Weltenlicht erblickte, daß sie mich begabte, um ihre Quellen nach Außen zu verbreiten, und daß sie zwar mein geliebtes Jugendweib ist, dessen Liebe ich von meinen Jünglingsjahren ' an gepflegt habe; daß aber auch fremde Frauen ihr zu Nebenfrauen worden sind, Moa-