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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 1 · p. Seite 102

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1835-01-01
Page
Seite 102 (sequence 6)
Language
German
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ISS Recensionen. gehoben werden, als der große Maimonide, dessen Biedersinn, Geistesreichthum und wissenschaftliche Thätigkeit noch heute Verehrung gebietet, dessen Name noch heute mit Hochachtung genannt wird, und aus dessen Munde man, um mit Salomon Maimon zu reden, „die Ehrfurcht einflößende Stimme der Wahrheit selbst zu hören glaubt." Wir haben die Anzeige der Schrift, die unsrem Urtheile vorliegt, deßhalb so bevorwortet, um eines Theils die Aufmerksamkeit zu erklären, welche M. in unserer Zeit auf sich gezogen, anderen Theils zu zeigen, wie froh wir eine Darstellung seines Lebens und umfangreichen Wirkens begrüßten. Die Aufgabe ist indeß nicht leicht, wenn sie völlig nach ihrer Bedeutung gelöst werden soll. Die Lebensbeschreibung berühmter Männer kann nur dann im Zusammenhangs mit ihrer nützlichen Wirksamkeit von Interesse sein, wenn sie einer Seits die in der Zeit gegebenen Elemente und die in ihr liegenden Hülfsmittel für wissenschaftliche Erkenntniß, als die Bedingungen der Möglichkeit, anderer Seits den individuellen Charakter der zu zeichnenden Persönlichkeit, und wie sich jener Stoff in ihm und durch ihn eigenthümlich gestaltete, als die Bedingungen der Wirklichkeit der gebotenen Erscheinung, klar und deutlich unserer Seele vorführt. Bei M. ist der erste Theil offenbar um so nothwendiger, als uns gerade die eine seiner Quellen, die Philosophie der Araber, und die Weise, wie sich in ihr die alte Weisheit der Griechen umgestaltete, fast gänzlich unbekannt ist, ihre Kenntniß daher wenig vorausgesetzt werden kann; und die zweite seiner Quellen, das talmudische Wissen, noch nirgends geordnet uns

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