Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die synagogische Zulässigkeit und Einrichtung der Confirmation
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 10)
- Language
- German
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und Einrichtung der Confirmatkon. 78 Der Eintritt des Knaben in sein 14. Lebensjahr und mit ihm in die Gesetzesverpflichtung blieb ohne äußere Bezeichnung, nur daß der Vater alsdann sprach: >/״! jn ״ברור שפטרני/ welcher Segensspruch (vonRabbi Eleasar im Midrasch Rabba auf Toldos vorgeschlagen) jedoch nicht allgemein in Gebrauch gekommen und so wenig von strenger Verpflichtung ist, daß er nach der Anmerkung zu Orach chajim 825, 2. ohne die Nennung des göttlichen Namens gesprochen werden soll (בלא שס ומלכות)* Eben so beliebig und freiwillig war die häusliche Festlichkeit, mit welcher man die religiöse Volljährigkeit des Sohnes feierte. Jenen Segensspruch pflegte späterhin erst dann der Vater zu sprechen, wann der Knabe in der Synagoge vorbetete oder vorlas, ״weil da dessen religiöse Mündigkeit öffentlich wurde" (Magen Abraham 225, 4), indem zum Aufrufen zur Thora zwar schon der Unmündige, zum Vorlesen aus derselben aber nur der Erwachsene zulässig ist (das. 882, 6). Das Aufrufen und Vorlesen des Barmizwa ward aber auch nicht allgemeiner, und wo er üblich, doch nicht strenger Gebrauch. Wo z. B. der Vater des Knaben kein eingekauftes Gemeindemitglied ist, steht er andern zum Aufrufen Berechtigten, D^V?/ nach. Auch las der eine Knabe nur einen Abschnitt, פרשת/ andere die ganze sabbathliche Vorlesung, rrm der dritte gar nicht aus der Thora vor. Letzleres gilt besonders von den Mädchen, bei welchen also auch jene Segensformel nicht gesprochen wird. Die verschiedene Erklärung eben dieser Formel, wie die formenlos gebliebene Eintretung in die religiöse Selbstständigkcit, die nicht einmal, nach der Analogie anderer