Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die synagogische Zulässigkeit und Einrichtung der Confirmation
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 8)
- Language
- German
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und Einrichtung der Confirmation. 75 und nicht hindern kann, daß schon in der nächsten Stunde andere Ansichten sich seiner bemächtigen? Man wird einwenden: der Confirmand bekenne nur das, was er nach seinem dermaligen Begriffe und auf die Autori-- tät seines Religionslehrers glaube; allein er wird doch im Ganzen für )dieses Bekenntniß ohne Rücksicht auf eventuelle Veränderung seiner Überzeugung verbindlich gemacht. — So wenig Abraham, oder Israel am Sinai, bei'm Eintritt in den Bund mit Gott, seinen Glauben auszusprechen hatte, so wenig sollten wir im Geiste dieses Jsraelitenthums dem innern Glauben des zu Confirmirenden Worte verleihen. — Und weil dem Charakter der israelitischen Lehre das freiwillige Glaubensbekenntniß zuwider ist, darum ist auch S. der Synagoge bei ihrer Cultusentwickelung der Confirmationsgebrauch fremd geblieben. Es ist eine grundlose Behauptung, daß die Barmizwa-Handlung noch eine Spur von ehemaliger Confirmation sei, die nur im Dränge der Zeiten verunstaltet und verwischt worden. Man beziehet sich hierbei auf den Dankspruch: ״Gelobt sei der, welcher mich nun befreit hat von der Vestrafung für diesen ״ברוך שפטרני מעונשו/ welchen der Vater üblicherweise spricht, wenn sein 13jähriger Sohn aus der Thora vorliest, oder bei'm öffentlichen Gottesdienste vorbetet. Dieses, sagt man, setze die nunmehrige eigene religiöse Verantwortlichkeit des Knaben voraus, welcher aber doch nicht m Beziehung seiner Religion verantwortlich sein könne, wenn er nicht von ihrem Inhalt unterrichtet worden. Es sei sonach die in gegenwärtiger Zeit beliebt werdende Confirmation und Religionsprüfung u. s. w. in der Synagoge nicht