Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die synagogische Zulässigkeit und Einrichtung der Confirmation
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 6)
- Language
- German
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und Einrichtung der Confirmation. 73 den israelit. Religionsbund für den israelit. Nachkömmling eingesetzt. Wir finden z. B. nicht in den sonst doch so speciell vorsorgenden Opfergesetzen Mosis etwa ein Gebot: ״wenn Jemand ein Kind hat, welches sich erklart, in meinen heiligen Bund einzutreten, so soll er dem Ewigen ein Dankopfer darbringen," wie bei ahnlichen frohen Ereignissen; oder ״ein Ganzopfer," wie auch Moses bei der Bundeserrichtung am Sinai Ganzvpfer dargebracht hat. Vielmehr ist von Bibel und Tradition jeder geborene Jsraelite, wie das ganze Jsrael, welches die angestammte Verbindlichkeit für den einzigen wahren Gott verläßt, betrachtet als eid - und bundbrüchig und den angedrohten göttlichen Strafen verfallen, weil, wie der Talmud (Nedarim 8.) sich ausdrückt: ״der Jsraelite vom Sinai her für das Gesetz vereidigt ist ־* סיני)HD DPI - Die Lehre der israel. Religion möchte aber auch mit der Ablegung eines Glaubensbekenntnisses in der Confirmation als unverträglich erscheinen. Denn ihr Wesen stellt sich dar als praktisches Gesetz, nicht als Sache des begriffsmäßigen G.l a ub e n s. Zu den Beweisen, welche Mendelsohn in seinem Jerusalem S. 30 f. 54 f. hierfür anführt, könnte man z. B. noch hinzufügen, daß der zur religiösen Mündigkeit gelangte Jsraelite nicht אמונה D Sohn des Glaubens, sondern 7בר כן£יוד Sohn des Gesetzes heißt. — Unsere Religionslehre will das Seelenheil ihrer Anhänger nicht an Glaubensartikel binden, sondern den Glauben der freie» Überzeugung und wachsenden Erkenntniß anheim geben und denselben nicht von einem positiven Bekenntnisse beengt wissen. Allerdings ruhet das Jsraelitenthunr