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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 1 · p. Seite 71

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 1
Article
Über die synagogische Zulässigkeit und Einrichtung der Confirmation
Date
1835-01-01
Page
Seite 71 (sequence 4)
Language
German
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und Einrichtung der Confirmation. 71 eine Weihe und Bestätigung zum Christenthume. Haben wir nun dieselbe etwa schon in ähnlichem Sinne für das Jsraelitenthum? Bei einem Blicke auf die Lehre der israelitischen Religion, wie auf den synagogisch ausgebildeten Kultus derselben, möchte dieses verneint werden müssen. 1. Die׳ Lehre des Jsraelitenthums widerspricht einer Confirmation in dem Sinne eines freiwilligen Glaubensbekenntnisses des israelitischen Kindes. Denn sie setzt das Wesen der israelitischen Religion darein, daß jeder geborene Jsraelite zur reinste« Verehrung des Einzigen, des Gottes Abra-- ham's, verbunden, d. h., in den Bund ringeschloffen sei, welcher zwischen Gott und Abraham für diesen und all dessen Nachkommen (1. B. Mos. 17, 7.) und vollkommner mittelst Moses auf Sinai (2 Mos. 24, 7.) errichtet worden. Keinen Zweifel hierüber lassen besonders die letzten Worte Mosis an die Jsraeliten: ״Nicht mit euch allein setze ich diesen Bund und diesen Vereidigungöfluch fest, sondern auch mit dem, web cher hier nicht zugegen ist." (5. B. Mos. SS, 14.) Ferner: /,Die Thora, die uns Mosche geboten, ist ein Erbe der Gemeinde Jacobs" (Das. 33, 4). Ohne auf die Begründung und Rechtfertigung der Verpflicht tung aller Nachkommen durch dieses Bundesverhältniß einzugehen, ist hier nur darauf hinzuweisen, daß vermöge desselben der Eintritt eines Nachkommen Abraham's in die israelitische Religionsgemeinschaft, durch seine Geburt und Abstammung, keineswegs aber durch eigenes freies Bekenntniß bedingt ist. — Die Beschneidüng kann nicht als frenvillige Eintretung in den Reli-

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