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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 1 · p. Seite 48

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 1
Article
Grundlehren des israelitischen Glaubens
Date
1835-01-01
Page
Seite 48 (sequence 10)
Language
German
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48 IH. Grundlehren des israelit, Glaubens; ner von unbezweifelter Gelehrsamkeit und Orthodoxie sind gegen ihn aufgetreten. Gegen seine Behauptung, daß wer Gott für ein körperliches Wesen hält, ein Mm sei, sagt der Gloffator Abraham ben David: „Warum nennt er aber einen solchen einen Min? Viele, die größer nnd besser waren, als er, haben diese Meinung angenommen, irre geleitet von Schriftstellen und noch mehr von Agadischen Äußerungen, welche die Gedanken verwirren." In Beziehung auf den Messias sagt der Verfasser desMaaseh Tobiah: „Zwar Übertritt Jeder, der nicht auf den Messias hofft, das mosaische Gebot, welches uns befiehlt, der Stimme der Propheten zu gehorchen; aber doch kann man nicht sagen, daß die Erwartung des Messias eine wichtige Grundlehre der Religion sei. Manche der Talmudisten haben geglaubt, daß die darauf Bezug habenden Verheißungen der Propheten schon unter dem König Hiskias in Erfüllung gkgangen sind. R. Hillel hat geradezu gesagt, die Israeliten hätten keinen Messias zu erwarten, weil sie alles, was die Propheten ihnen verhießen, schon unter Hiskias genossen haben, und R. Aschi widerlegt seine Meinung nur aus einer Stelle des Propheten Zacharias, woraus hervorzugehn scheint, daß die messianischen Stellen des Jesaias für ihn nicht überzeugend waren. Was die Verheißungen des Propheten Ezechiel betrifft (der nach der Zerstörung des ersten Tempels gelebt hat), so scheint es nach Vielen, daß sie sich auf den zweiten Tempel beziehen, und selbst R. Akibah muß dieser Meinung gewesen sein." Am entschiedensten ist gegen Maimonides aufgetreten Joseph Albo im Buche Jkarim (Grundlehren).

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