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Menorah · 1932-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1932) · p. Seite 308

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-07-01
Page
Seite 308 (sequence 12)
Language
German
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308 ME N O RAH Kamionka strumilowa die Weinrebe, in Gwozdziecz eine Krone, ,,die Krone der Lehre", verwendet. In ihrer einfachsten Art besteht die heilige Lade aus einem Schrank, der auf einer Konsole ruht. In Kamionka strumilowa ist dieser Schrank mit Rankenornamenten geziert. Eine Steigerung der ganzen Komposition wird aber dadurch erzielt, daß man über dem Geschosse, das die heilige Lade enthält, noch ein oder zwei weitere Geschosse anordnet, die entweder durch Gesimse, oder aber durch die verschiedene Ausladung getrennt werden. Das letzte Geschoß erhält einen oberen Abschluß in Form einer Krone oder eines Adlers. Der heilige Schrein der Synagoge von Gwozdziecz40) folgt im allgemeinen dem eingangs erwähnten Aufbau. Die Bundeslade ruht auf dem sechsstufigen Unterbau nicht unmittelbar auf, sondern auf einer geschweiften Konsole. Sie besteht aus drei Geschossen. Das unterste enthält die „Bundeslade", deren Türölhnung von Säulen flankiert wird, deren Schäfte Weinrankenornamente umwinden. Die Säulen nehmen ein Gesimse auf, über dem dann das zwreite Geschoß mit einer geringeren Ausladung als das erste aufgesetzt wurde, das durch Schnitzornamente geziert ist. Das letzte Geschoß mit den segnenden Händen, ein oft an dieser Stelle verwendetes Motiv, wird von einem Doppeladler bekrönt. Außerdem sind sämtliche Flächen reich polychromiert, und zwar die Wände schwarz, während die Schnitzereien in Gold und Grün gehalten sind. Als eines der herrlichsten und originellsten Geräte dieser Synagoge ist die heilige Lade im Wolpa, ganz aus Eichenholz ausgeführt, löm hoch und an manchen Stellen 4*50 m breit, zu bezeichnen. „Dieser heilige Schrein ist zweifellos das Werk eines ungewöhnlich geschickten Schnitzers aus dem 17. Jahrhundert. Das Auge verirrt sich förmlich in der Unzahl von lierähnlichen und pflanzlichen Ornamenten, Arabesken, wirklich hebräischen Motiven, mit denen derselbe bedeckt erscheint. Man sieht in dieser Arbelt die Hand eines Meisters, der es in seiner Komposition verstanden hat, Ordnung und Symmetrie zu erhalten. Der Altar steht auf einer mit einer Bailustrade umgebenen Erhöhung, auf die man mittels fünf breiter und bequemer Stuten kommen kann und stellt sich ungefähr wie die Front eines prächtigen viergeschossigen Gotteshauses dar. Das zweite und dritte Geschoß des heiligen Schreins ist am breitesten und am reichsten *9) Mit der Inschrift: Das Werk meiner Hand zur Verherrlichung Goties — der Arbeiter in heiligem Werk 1731.

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