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Menorah · 1932-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1932) · p. Seite 307

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-07-01
Page
Seite 307 (sequence 11)
Language
German
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HOLZSYNAGOGEN IN POLEN 307 Almemor zuwendet. Wenn aber bei vielen Synagogen auch Blinke um den Almemor selbst autgestellt werden, dann ist dies nur aus Platzmangel geschehen. JLJie heilige Lade oder der heilige Schrein (Aron ha-Kodesch), symbolisch auch oft kurzweg Bundeslade genannt, dient zur Aufnahme der Rondaten. Ein solcher Schrank erscheint schon bei den galiläisehen Synagogen, zum Beispiel in IrbkL als Wandnische, tritt aber auch in vielen Fällen als ein besonderer Einbau vor der Wandfläche auf. Mitunter fehlt jede sichtbare Lokalisation des Aron ha-Kodesch'. Er war nicht immer fixiert, sondern oft transportabel. Ursprünglich war die heilige Lade an der Weslwand des Betraumes angelegt, und zwar aus dem Grunde, weil das Tor der Stiftshütte gegen Osten gerichtet war. Durch die Umgestaltung des Ritus unter König Salomo tritt auch hier eine Änderung ein, mit der Anordnung, daß die Gemeinde sich beim Gebete dem Tempel von Jerusalem zuwenden solle: in dieser Zeit wird der heilige Schrein gegen Jerusalem orientiert, eine Anlage, die dann später von den Mohammedanern aufgegriffen wurde. Die Synagogen Europas aber zeigen eine deutliche Oststellung. Der Vollständigkeit halber sei die geographische Orientierung gegen Jerusalem, die im 18. Jahrhundert platzgreift und von Venedig ausgeht, erwähnt. Die in den früheren Kapiteln besprochenen hölzernen Synagogen Polens zeigen ebenso wie die Steinbauten dieser Länder eine Orientierung nach Osten. Wie der Bau der Synagoge selbst, ist auch die heilige Lade aus Holz, doch reich geziert. Die Bundeslade" ist als Schrank ausgebildet und wird durch eine zweiflügelige Tür, die gewöhnlich mit einem schön geschnitzten siebenarmigen Leuchter dekoriert wird, geschlossen; außerdem ist vor der Tür ein mit Goldstickerei gezierter Vorhang (Parokheth) eingehängt. Entsprechend der rituellen Bedeutung der heiligen Lade als Aufbewahrungsort der heiligen Lehre und als jener Ort, dem sich die Gemeinde beim Gebete zuwendet, ist sie durch Schnitz werk und Farben auf das reichste geschmückt. Der heilige Schrein erhebt sich immer auf einem mehrstufigen Unterbau; an der rechten Seite der Stiege gelangt das Pult des Vorbeters zur Aufstellung, vor welchem der Boden etwas vertieft wird, um die Stelle des Gebetes: „Aus der Tiefe rufe ich zu Dir, o Ewiger!" symbolisch anzudeuten. Als Schmuckform wird in Die heilige Lade

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