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Menorah · 1932-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1932) · p. Seite 304

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-07-01
Page
Seite 304 (sequence 8)
Language
German
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304 MENORAH wie Leier und Posaunen, in die Ausschmückung verwoben; so zwei Waldhörner zu dem Texte Psalm 137/1. In geistvoller Erfindung ist über dem Portal der Synagoge in Jablonow als künstlerisches Herz- und Kernstück das Bild eines geölTneten Pförtchens angebracht, das in seiner Inschrift das Wort der Alten (Baba m. f. 59 a) verkündet, daß alle Türen zum Himmel jetzt verschlossen seien, mit Ausnahme der Thränenpforte, durch die das Gebet vor Gottes Thron sich Bahn bricht. Auch das Stadtbild Jerusalems kommt vor; einmal hängt die Mazza als Erubh an der Zekhcr rchorban-Stelle. t) Darstellungen aus fremden Kreisen. VJTestalten aus der griechischen Mythologie finden sich schon in den ältesten Synagogenruinen sowie in jüdischen Handschriften und Druckwerken. Die drei ineinander geschlungenen Fische"17 a) wie die drei mit den Ohren zusammengewachsenen Hasen47b) sind auf christlichen Einfluß zurückzuführen, sie sind ein trinitarischcs Symbol. Auch das Einhorn, oft im Kampf mit dem Löwen, und die Drachen sind Motive, die aus fremden Kreisen übernommen wurden. Ebenso der Pelikan, der sich die Brust öffnet und mit seinem Blute seine Brut ätzt47c). Häufig wird auch der Greif bei der Ausschmückung verwendet; obgleich wir ihn auf Ketubboth und in der zweiten Haggadah im germanischen Nationalmuseum in Nürnberg finden, ist er doch nicht jüdischen Ursprungs. Ebenso läßt sich das Motiv: die Gesetzestafeln von zwei Greifen gehalten, nicht auf jüdische Anschauungen zurückführen, da auch zwei Greife als Träger eines Rundfensters Verwendung finden. Der jüdischen Tradition waren also hei diesem Motiv nur die Gesetzestafeln entlehnt. Die Untersuchung, aus welcher Kunst der Greif übernommen wurde, konnte mangels geeigneter Daten nicht durchgeführt werden. tLiinen wichtigen Bestandteil der gottesdlenstliclien Handlung bildet das feierliche Herbeitragen der Thorarolle in die Mitte der Gemeinde. Daher ist es erklärlich, daß man diese Stelle im Mannerbetraum 41 J) Aus der Zeit der XVIII. Dynastie Ägyptens (Spiess, Bauernktmst 123) bei Villard de Honnecourt (Lechler-Haken "kreuz, .Abb. 345) 47b) Hein, Künstlerische Wirbeltypen 134. 47 c) Symhol der .Auferstehung Cb_risti". Übe» Kreuze auf jüd. Grabsteinen vgl. G. Rosen, Juden imd Phönizier '52. Das JBima

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