Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1932)
- Article
- Holzsynagogen in Polen
- Date
- 1932-07-01
- Page
- Seite 302 (sequence 6)
- Language
- German
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302 MENORAH auch als Schutzzeichen) findet er in allen jüdischen Kunstzweisen Verwendung. Auch als Schildträger kommt der Löwe in der Malerei vor. Es darf seine oftmalige Verwendung bei der Ausschmückung nicht wundern, ist er doch neben dem siebenarmigen Leuchter typisch bei jüdischen Kunstgegenständen. Am Vorbeterpult und in der Wandmalerei ist der P a n t h e r die bildliche Darstellung von Abot V 23. Bis auf die ältesten Zeiten zurück läßt sich die Verwendung des Adlers in der jüdischen Kunst verfolgen. Vor allem wird er in Bezug auf Abot V 23 symbolisch verwendet. Ob der in den Synagogen Polens häutige Doppeladler ein heraldisches Zeichen oder aber eine Darstellung des zwiefältigen Geistes sein soll, bleibe dahingestellt. Schließlich haben die Maler den Adler oft bei Ilasetihetzen in der Bedeutung des Fuchses verwendet. Der Storch (oder Reiher) mit einer Schlange, der in der Wandmalerei der hölzernen Synagogen so häufig verwendet wird, kehrt auch in der Haggadah des Earl of Crawford (Haggadah von Sarajevo 102), die spanischen Ursprungs ist, wieder. Da dieses Bild im Westen und Osten vorkommt, kann es keine Laune des Künstlers sein, sondern muß eine Bedeutung haben, ohne daß es aber möglich war, diese ausfindig zu machen45). S per b e r, K ä u z c h e n und U h u werden oft als Wandschmuck verwendet; auch F Jede r mause, Seepferdc h e n und Affe kommen vor. Schließlich soll noch die Darstellung von Ungeheuern erwähnt werden, die wahrscheinlich nur in die jüdische Maierei übernommen wurden. Die Darstellung eines Fisches, der eine Stadt umschließt, dürfte wohl mit der Sage von der altes umschließenden Ringelschlange identisch sein. Der Livjathan entspricht dem Psalm 104, 261Gj. d) Die Pflanze in der Malere i. Bei der Darstellung von Hasenjagden ist der Baum als Belebungsmittel des Hintergrundes zu sehen. Manchmal zeigt aber seine Verwendung als Dekorationsmotiv Ähnlichkeit mit jüdischen Wappen. Knospen, Blüten und Blattwerk werden oft zu einem Strauß vereinigt; außerdem werden sie zur reicheren Ausbildung der Ranken - ornamente heran gezogen. 4B) Vielleicht ist an der hebr. Bezeichnung für Storch „chassidau (die Fromme) und an Gen. 3ie zu denken. Verjüngung duich Verschlingen von Schlangen: Boll, Sphaera 255 a. *J) Vgl. Uimon : die Darstellung der Stadt Worms (von Worin, Wurm).