Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1932)
- Article
- Holzsynagogen in Polen
- Date
- 1932-07-01
- Page
- 297 (sequence 1)
- Language
- German
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HOLZ SYNAGOGEN IN POLEN Herausgegeben von Alois Brey er, Max Eisler und Max Grunvald 2. Die technische Ausführung der Malerei. Die durch den Hobel geglättete Blockwand wurdenachdem die Lageri'ugen und Risse mit grobem starkem Papier oder Leinen überklebt waren, mit weißer Farbe getüncht, die als Grundtoii stehen blieb. Daß die weiße Tünche als Grundfarbe die ganze Wandfläche überzog, ist daraus zu erkennen, daß an jenen Stellen, an welchen die Malerei abgescheuert ist, der weiße Grundton zum Vorschein kommt. Auf diesen Anstrich wurde vom Künstler die Komposition mit freier Hand aufgetragen, in der entsprechenden Farbe getont, schließlich der Kontur mit schwarzer Farbe gezogen und die Modellierung eingetragen. Während sonst der Maler erst den Kontur und dann die Tönung der Fläche vorgenommen hat, scheint hier die Umränderung der Zeichnung das letzte gewesen zu sein, da sich unter den schwarzen Strichen derselben der Farbton der Fläche nachweisen läßt. Als Malfarbe ist entweder Kalk oder, wie in Jablonow, Hausenblasenfärbe verwendet. 3. Eint e i 1 u n g d e r W ä n d e u n d der D e c k e. Was das Dekorative der Malerei anbelangt, so fällt ihr die Aufgabe zu, Wand und Decke zu unterteilen, die Fenster, Szenenfelder und Inschriften zu umrahmen oder Flächen durch Rankenornaniente zu beleben. Das Dekor ist im allgemeinen bunt und in ungebrochenen Farben gehalten. Die Dekorationsmalerei ist durch geometrische und Rankenornamente gebildet, welch letztere durch schmale Bänder begrenzt werden. Manchmal findet sich rein naturalis tische Malerei, zum Beispiel Blumenhukeits. D a s Syst e m d e r M a 1 e r e i. Die Teilung der zu schmückenden Fläche in Rahmen, Füllung und Mitlelstück ist fast immer durchgeführt. Über den, die Wände begleitenden Sitzbänken wird ein horizontaler Streifen, der gegen den oberen Teil der Wand durch ein breites Rankenornament abgeschlossen ist, angeordnet. Dieses Feld ist als Lehne der Sitze dekoriert. Auf Sitzbreite sind jonisierende Säulchen mit Kapital und Basis gemalt, die eine Archivolle aufnehmen. Die Bogen geben i\ui' weißem Grunde mit hebräischen Zeichen die Namen der Besitzer des Betplatzes an. Die Rogenölfnung schmückt ein nach der Achse symmetrisches Rankenornament, das durch Knospen und Blüten bereichert ist. Die dreieckigen Zwickel, einerseits durch die Bogen, andererseits durch