Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1932)
- Article
- Der Sohar
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 250 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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250 MENORAH heraus. „Das verborgene IhTicht. Das Stiftzelt. Solomo und Chiram. Zeiten der Enthüllung. Das ,Furchtbare' als das Vollkommene. Vater und Sohn. Vom Sinn des Stiftzeltes. Der Grundstein und seine Umkreise. Gestaltlosigkeit und Gestalt des Göttlichen. Zehn Sefirot und zehn Engels tu tun. Gericht und Liebe als Gottesolfenbarung. Dreiheit in der höchsten Einheit. Der Grundstein der Welt. Erläuterung der Thr< mwagenvisi on. Schöptungslehren.k* Es gehört Feingefühl und umfassender ÜberMick über den verworrenen Stoll" dazu. Zusammengehöriges aus der Masse herauszugreifen, unter e i n e n Gesichtspunkt zu stellen und das allzu bunte Mosaikbild in einen Kähmen zu fassen, liier hat Müller das denkbar Möglichste geleistet, ohne Willkür und Gewalt anzuwenden. Die von ihm getroffene Auswahl und Anordnung sind Beweis von Durchdringung und Beherrschung des mit Dickicht und Gestrüpp durchsetzten, großen Werkes. Die Übersetzung zeigt aber auch Liebe und Verbundenheit dem Gegenstande gegenüber: respektvolle Einfühlung in die Gedankengange. Der Verfasser ist olfenbar innerlich, seelisch vorbereitet an die Aufgabe herangetreten und besitzt die psychische Eignung, sie zu lösen. Es gehört Übung im abstrakt-philosophischen Denken dazu und. ich möchte sagen, religiöse Andacht und Versenkung; schließlich auch dichterische Begabung. Der Leser dieses Artikels soll eine Frohe der Übersetzungskimst kennenlernen, die sich durch besondere Schönheit und in gebundener, den Rythmus des Originals beibehaltender Bede form gegebene Wiedergabe des Urtextes auszeichnet. MÄCHTE DES GERICHTES UND MÄCHTE DER LIEBE. Wir öll'nen die Augen Und schauen die Räder Des heiligen Wagens, Hinrollend im Zuge. Und Stimmen Gesanges. Die Labsal dem Ohr sind Und Wonne dem Herzen, Zieh'n auf und nieder, Doch nicht sich verlierend. Beginnen Gesänge Von unten nach oben Zur Wonne der Klänge. Die einen verharrend, Die andern sich sammelnd Zur Beeilten in Scharen, V i e r h und e r t u n d f ü n f z i g Tausend die Herrscher. Die sehenden Meister. Und die da verharren, Zwei andere Scharen Kreisen um sie. Da faßt ein Zittern Myriaden Scharen: