Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1932)
- Article
- Holzsynagogen in Polen
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 232 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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232 MENORAH ist durch Stäbe oder ausgeschnittene Bretter ausgefüllt. Die Bretter, senkrecht angeordnet, gewöhnlich 25 bis 30 cm breit, sind in den Brüstungsriegel eingenutet, während sie an dem Schweller nur durch Leisten befestigt werden, da eine Nut in der Schwelle das Wasser ansammeln und ein Verfaulen derselben herbeiführen würde. Die über der Eingangstüre des Männerbetraumes angeordneten Galerien sind so wie die an der Außenseite des Bauwerkes konstruiert, manchmal reich polychromiert. B. Das Innere der Synagogen 1. Fußboden. A ls Fußboden ist gewöhnlich der Pfostenboden in Verwendung, in dem 3 bis 5 cm starke Bretter auf Polsterhölzer genagelt werden. Ausnahmsweise, wie in der Synagoge von Wolpa, hat man ein diagonal verlegtes Ziegelpflaster verwendet. 2. Die Wand. Die Wände der Synagogen sind im Innern meist ohne Verkleidung. Der Winterbetraum zeigt oft Mörtelverputz. Der Betraum für Männer wird häufig auf das reichste, aber nur durch Verwendung der Farbe, ausgestattet. Vorraum und Frauenabteilung zeigen im Innern ausnahmslos die rohe Block- oder Ständerwand. 3. Deckenbildung. Ist über der Vorhalle eine Frauenabteilung angeordnet, so wird der Fußboden dadurch gebildet, daß in einer Entfernung von etwa 1 m Träme gelegt werden, auf welche dann die Bohlen genagelt sind. Die Träme sind abgefast oder reich profiliert. Wie schon erwähnt, wird das Hauptaugenmerk auf die Deckenbildung des Männerbetraumes gelegt. Manchmal begnügt man sich, wie in der Synagoge von Bogoli, ein Spiegelgewölbe anzuordnen. Die Synagoge von Wolpa hingegen zeigt auch in der Art der FIolzWölbung, die sich gegen vier kräftige Pfeiler, zwischen welche das Bima eingebaut wurde, abstützt, eine direkte Nachbildung des Steinbaues, denn dieselbe Anlage finden wir in den steinernen S}^nagogen in Lucko, Zolkiew und anderen Synagogenbauten Polens. In den Synagogen von Kamionka, Chodorow und anderwärts wird die Decke aus einer Kombination von Hohlkehlen und Tonnengewölbe gebildet. Ein sehr reiches und variationsfähiges Motiv bildet die achtseitige Kuppel, welche aus dem ruthenischen oder russi-