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Menorah · 1932-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1932) · p. Seite 223

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-05-01
Page
Seite 223 (sequence 3)
Language
German
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HOLZSYNAGOGEN IN POLEN 223 von Schwellern, Ständern, Riegeln als Bestandteilen der eigentlichen Tragkonstruktion, während die Zwischenräume des Gefaches mit Brettern ausgefüllt sind. Die Frage, welche der beiden Konstruktionen bei Synagogen die primäre ist, läßt sich nicht entscheiden. Tatsächlich kommen beide gleichzeitig vor, denn wir sahen beispielsweise in Gwozdziecz für den Männerbetraum den Blockbau verwendet, während für die Frauenabteilungen der Ständerbau mit eingeschobenen Bohlen gewählt wurde. Als einfachste Anlage des Unterbaues ist jene zu bezeichnen, bei welcher das Gebäude unmittelbar auf der Erde ruht und nur durch Unterlegen von größeren Steinen gegen das Einsinken in den Boden gesichert wird, wie wir es bei der Synagoge in Gwozdziecz gefunden haben; die Folge dieser mangelhaften Gründung ist ein Einsinken des Baues, der gegen die ALtarseite hin geneigt ist. Ein Fortschritt ist es zu nennen, wenn als Unterbau Bruchsteinmauerwerk verwendet wird, entweder als Trockenmauerwerk wie in Chyrow, oder mit Verwendung des Mörtels wie bei der Synagoge in Lutomiersk. Llas Bundholz, Fichte oder Föhre, ist entweder nur an der Lager¬ und Innenfläche reinkantig bearbeitet, wTährend man an der Außenseite die Baumkanten stehen läßt, oder es ist an allen Seiten kantig behauen, wie wir es in den Synagogen in Felsztyn, Wolpa usw. vorfinden. Bei der ersterwähnten Bearbeitungsart mißt die Wand 15 bis 20 cm, während bei der letzteren die Blockwand oft nur eine Stärke von 12 cm aufweist; die durchschnittliche Höhe der Baiken beträgt 28 bis 35 cm. Die Blockwand ruht aber in keinem Fall unmittelbar auf dem Unterbau, sondern es ist hier eine Schwrelle aus Eichenholz, die 30/30 bis 35/35 cm Querschnitt hat, als Vermittlungsglied eingeschaltet, einerseits um als besseres Material der Feuchtigkeit einigen Widerstand zu leisten und anderseits um die Auf lagerfläche zu vergrößern. Die Schwelle ist an den Ecken überplattet und mit einem Vorstoß versehen. Im Innern der Synagogen ist die vorstehende Schwelle oft mit einem Kyma oder einer Hohlkehle profiliert. Bei der Blockwand des großen Betraumes für Männer sind die Balken immer so gewählt, daß ein Stoßen der Balken erst in der Vorhalle notwendig erscheint, also die Wände durch den Stoß nicht ge- 1. Der Unterbau. 2. Die Blockwand.

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