Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1932)
- Article
- Ein illustriertes Gebetbuch für Frauen
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 160 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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160 MENORAH Bitl oh gesungenen Liedchen von den Frzvälern. I>I*>(-> den Kihhono sehet oiam linden wir und unlieben einen in seinen Proportionen verzeichneten Knaben, der den :ms der Synagoge heimkehrenden Y:iler die llawdala häll. Das (iebei vor dem Schlafengehen wird wieder von einem slimm ungsvollen Interieur begleilet, sowie einem längeren Sündenbekennlnis. wie es besonders die kabbalistische Schule lür jeden Abend vorschreibt. Fndlich beschließt das ebenfalls wegen seiner kabbalistischen, mystisch-sphärischen Beziehungen zu größerer Bedeutung gelangle Omerzählen die Reihe der Gebele. Aber mit welcher Hingabe und Liebe, con amore. sind auch diese prosaischen ..Zählblülter" gezeichnet! Je zwei Tage werden auf einem Bläüchen durch einen. Rahmen zusammengefaßt, doch die Phantasie, des Zeichners ist schier unerschöpflich in der Erfindung neuer zeichnerischer Motive. Daß das Büchlein Werk eines Künstlers, wahrscheinlich eines jüdischen Sofers ist. verrät uns sowohl Komposition, als Ausführung eines jeden Blattes. Die Anordnung der Personen ist stets einheitlich, die Stimmung gewahrt. Die dargestellten Herren und Frauen, tragen die charakferistische Tracht der damaligen Zeit, ihre Haltung ist vornehm, ihre Bewegungen sind abgemessen. Der jüdische Typus zeigt sich höchstens am (iesichtsausdruck, hie und da ist auch der geselt.schaflliche Unterschied' zu erkennen. Im übrigen ist die Mehrzahl der auf den Bildern erscheinenden Personen weiblichen Geschlechtes. Schon dieser eine Umstand, sowie der andere, da 1.5 das Büchlein lauter solche (iebcle und Segensprüche enthüll, die mich jüdischer Tradition auch von Frauen gesprochen werden sollen, machen-unsere Annahme >:ui- Gewißheit, daß wir es mit einem (iebelbuelu; zu tun haben, das für Frauen, besser gesagt, für eine F>au geschrieben wurde. Irgend ein frommer, dabei wohlhabender Jude ließ es für eine liebe Bekannte, seine o-wo.nfcna U*h üd^x T?5-tin^ =HW tt'ncv vTjii&zv^^H ur?r - ^nWorr^S^-iair^ v *«6»»i fcn y!**wu jvIrrjLrni v5^*v*r, Hadlokoh