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Menorah · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 153

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Zwischen den Fronten
Date
1932-03-01
Page
Seite 153 (sequence 11)
Language
German
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ZWISCHEN DEN FRONTEN 153 flüchteten sich mil ungeahnter Schneiligkeil in das geschützte .Jerusalem —- und mich ließen sie im Motel zurück . . . Ich kehrte ruhig nach Tel- Aviv zurück, die Stadt war unbeschädigt, nur die Fabrik Wagner stand geköpft nur mit einem Stockwerk da . . . Die Angelegenheit der Hank geriet in Vergessenheit, und wir halten umsonst ..Geldquellen" au Ige spürt. .Jedoch seit jener Zeil verstärkten sich die Gerüchte. daÜ alle Hafenstädte des Sandschak Jerusalem geräumt würden, und dal.» in Gaza der Räumungsbefehl bereits vorliege. Was Tel-Aviv betraf, so hofften wir, den Befehl rückgängig machen zu können. Wir wandten uns mit Petitionen an den Kaimakam, benützten auch die Vermittlung Anlebhis, der mit Djemal Pascha auf gutem Fuße stand, aber alles war vergebens. Djemal Pascha kam — und der strikte 'Befehl zur Evakuierung .lalTas und Tel-Avivs traf am .">. Nissan 1917 ein. JLJjemal Pascha war es nicht gewohnt, seine Hefchic zu kommentieren, diesmal aber empfing er uns gnädig und berief auch die Vorsteher der Stadt und der umliegenden Dörfer, um ihnen die Notwendigkeit dieser Maßnahmen auseinanderzusetzen. Nachdem er das mil den Ära bern in türkischer Sprache geführte Gespräch beendet hatte, setzle er sich an die Seite der jüdischen Vertreter von Tel-Aviv und der Kolonien und sagte uns: ..Ihr wil.U doch wohl, dal.i die Türkei keine Kriegstlotte besitzt, und unsere Verbündeten können ihre KriegsschilTe nicht hierherschicken, denn das Millelmeer wird von einer mächtigen Flotte der Entente durchstreift, die imstande ist. die Hafenstädte jeden Augenblick zu bombardieren und dem Erdboden gleichzumachen. Wir sind daher gezwungen, ihre Einwohner zu evakuieren, um ihr Lehen zu retten. So wird heutzutage der moderne Krieg geführt."" Warum die anderen Hafenstädte wie Ilaifa, Heirulh ohne ..Rettung'* belassen, warum den arabischen Einwohnern viele Erleichterungen gewährt wurden"/ Eine Antwort darauf fanden wir in den Wollen Djemal Paschas nicht. Zweifellos halte hier die* Angst, die Juden könnten beim Angriff des Feindes Verrat üben, ihre Evakuierung veranlagt. End um diese Zeit war ja auch schon die Spionagetätigkeit des verstorbenen Aronson und seiner Helfer ruchbar geworden. Das Los war gefallen! Mir. (3er sich bemüht hatte, das gelieble Tel- Aviv zu einem jüdischen Zentrum zu machen, fiel nunmehr die Aufgabe zu. seine Einwohnerschaft, mit der ich beim Aufhau der Stadt gearbeitet hatte, in alle Ecken des Landes zu zerstreuen! Die Evakuierung

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