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Menorah · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 122

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-03-01
Page
Seite 122 (sequence 10)
Language
German
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122 MENORAH bei der Männersynagoge. Zwischen diesen beiden Gliedern schalten sich in der Verlängerung der Blockwand ein breiter, durch die Holz faserung belebter Fries ein; das Hauptgesimse wird durch ein schmales Schindeldach abgedeckt. Der Männerbetraum schließt im Innern mit einer Kuppel ab. In Jedwabne, einem Städtchen des Gouvernements Lomza, wurde im Jahre 177027) eine Synagoge errichtet. Hier wird der Männer- und der über der Vorhalle gelegene Frauenbetraum durch ein dreigeschossiges Dach überdeckt, das aber an den Schmalseiten einen Wahn erhielt, das Hauptgesimse, als große Hohlkehle ausgebildet und durch ausgeschnittene Hängebretter geziert, wird durch ein besonderes Dach abgeschlossen. Zwischen diesem und dem Doppeldach in der Verlängerung der Blockwand erscheint ein breiter Fries eingeschoben, der so wie jener der Synagoge von Zabludow ausgestaltet ist. Männerabteilung, Vorhalle und die über dieser angelegte Frauenabteilung sind als Blockbau ausgeführt, die Frauenabteilung hingegen als Ständerwände. Für die im Erdgeschoß liegenden Frauenabteilungen weist Gloger (aus den Einschnitten in der Blockwand der Männerabteilung) nach, daß sowohl auf der nördlichen, als auch auf der südlichen Seite ursprünglich drei kleine senkrecht zur Außenwand gelegte Satteldächer zur Dachbildung verwendet wurden, wahrscheinlich in der Art, wie wir sie bei der Synagoge in Wysokie angetroffen haben. Der Umstand, daß die ursprüngliche Dachbildung nur auf einen Teil der heutigen Frauenabteilung beschränkt ist, aber auch die Zweizahl der Eingangstüren und die Unstimmigkeit der Fenster führen zu dem Schlüsse, daß die Frauenabteilungen ursprünglich nur die Länge des Männerbetraumes hatten, während sie sich heute auf die ganze Länge des Baues erstrecken und mit einem Pultdach abgeschlossen werden. hJ ie Synagogenbauten von Lutomiersk (1764—1772), S n i ad o w (1768) und Jedwabne (1770) zeigen bezüglich der Ausbildung des Hauptgesimses und des Überganges zum Dach große Ähnlichkeiten. Denn bei diesen Bauten bildet das Hauptgesimse eine große mit Brettern ausgeschalte Hohlkehle, welche als Abschluß gegen die Gebäudewand ein Gesimse erhält, das durch Zahnschnitt oder ausgeschnittene Hängebretter reicher ausgestaltet ist. Das Hauptgesimse wird durch ein vom Hauptdache vollständig unabhängiges Dach geschützt, den Übergang zwischen Dach und Hohlkehle bildet ein reich profiliertes Gesimse, das a7) Spr wozdania, III, S. 31 ff.

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