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Menorah · 1932-03-01 · Heft 3-4 (März 1932) · p. Seite 117

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 3-4 (März 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-03-01
Page
Seite 117 (sequence 5)
Language
German
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HOLZSYNAGOGEN IN POLEN 117 der Beschreibung der Stadt Nasielsk bei F. M. Sobieszcranski (Lexikon aus dem Jahre 1865, Band 19, Seite 227 und 228) wurde diese Synagoge als eine der reizendsten ihrer Art erwähnt. In der Art und Weise, wie die Baumasse gegliedert wird, zeigt dieser Bau eine unleugbare Ähnlichkeit mit den Synagogen in Wolpa und Sniadovv, da man bei diesen Bauten allgemein folgende Gruppierung findet: den hoch emporstrebenden Männerbetraum durch ein Doppeltlach; die Anbauten an der Nord- und Südseite der Münnersytiagoge — der Betrauin der Frauen — mit einem Pultdach gedeckt; die diesen Anbauten vorgelagerten turmähnlichen Eckpavillons und schließlich die zwischen diesen angeordnete Baugruppe (Vorhalle). Da die Erbauung der Synagoge von Wolpa in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts, die der Synagoge von Sniadow in das Jahr 1768 fällt, dürfte auch die Synagoge in Nasielsk im 17. oder am Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut worden sein. Vor allem aus der Linienführung der Zierleiste über den Aufgangstiegen, aus der Form der ausgeschnittenen Brüstungsbretter und Säulen geht hervor, daß der Bau Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden sein muß, so daß liier die Überlieferung richtig berichtet. Stützen, Pfeiler, Gesimse, Tür- und Fenstergewände sind hier zwar bescheiden, aber geschmackvoll skulptiert. Die Synagoge von Nasielsk hatte ursprünglich eine Länge von ungefähr 30 m auf 32 m Breite. Eine hl. Lade von dürftiger Form schmückte das Innere. Ein geschnitztes Lesepult und andere Geräte waren auch vorhanden; von diesen Dingen ist leider nur weniges gut erhalten geblieben. Hiine der schönsten Synagogen im ehemaligen Kongreß polen ist wohl die Synagoge in Z a b 1 u d o w. Wie die Tradition zu berichten weiß, wurde sie vor 400 Jahren erbaut; eine Inschrift17) in dem Sitzungssäle gibt an, daß dieser Raum im Jahre 5-472 der jüdischen Zeit rechnung, d. i. im Jahre 1712, renoviert wurde; eine zweite Inschrift in der Vorhalle sagt, daß man 176518) den Bau zum letzten Male restauriert habe; wenn also im Jahre 1712 schon eine Restaurierung vorgenommen wurde, so darf man wohl das Erbauungsjahr in das 17. Jahrhundert verlegen. Bezüglich des Grundrisses folgt diese Synagoge ganz der soeben erwähnten. Der als Blockbau aufgeführte Männerbetraum wird von einer großen Tonne überspannt und ist durch ein steiles Satteldach gedeckt, das l7> S. Bersohn, Glog-r a. a. O. und Klo*y, Jhrg. 18-0. 18) Bersohn, a. a. 0. - Beschriftung aus 20. Ps. 11820: Dies Ut das Tor. . .

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