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Menorah · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 44

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Zwischen den Fronten
Date
1932-01-01
Page
Seite 44 (sequence 4)
Language
German
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44 MENORAH wie Du sagtest, die Türken und Deutschen hinausjagen?4' Solche Zufälle offenbarten der Regierung, wie die jüdische Bevölkerung über sie dachte; und sie merkte sich das... 1_J ie ersten Regimenter der vierten Armee, die unter dem Oberbefehl von A c h m e d D j e m a 1 P a s c h a stand, begannen einzumarschieren, um von der Landseite aus über den Wüslenweg die Umzingelung des Suezkanals durchzuführen. Die türkischen Truppen waren wie Schlachtvieh, sie wurden an die Front geschleppt, bar jeder innern Überzeugung, jedes Pflichtgefühls gegen Volk und Vaterland. Wenn vir in ihre einfältigen Augen blickten, sie barfuß und nackt, verhungert und schmutzig, mit allen denkbaren Krankheiten behaftet, wie Munde der Hitze und Kälte ausgesetzt, einhergehen sahen, bedauerten wir sie zuliefst. Die Offiziere kannten keine Grenzen, sie nahmen einem alles weg: Vieh und Baumaterial. Geld und Lebensmittel, sogar —- Damenstrümpfe. Aus meinem Laden nahmen sie Dreschmaschinen, und nach Monaten fand ich sie verrostet und unbenutzt an der Eisenbahnstrecke liegen. Auf den Juden lastete der Druck der Militärmacht mit besonderer Härte. Diejenigen, die sich naturalisiert hatten und kraft des von ihnen geleisteten Lösegeldes vom Militärdienst befreit worden waren, wurden nach einem Jahre wieder eingezogen und mit besonderem Haß verfolgt. Und als sich die Vertreter der jüdischen Gemeinde in Jerusalem an die Truppenkommandeure mit der Bitte wandten, die hohnsprechenden Zustände innerhalb des Heeres abzustellen (schlechte Verpflegung, Ungeziefer, ansteckende Krankheiten, Schwerarbeit während der tropischen Hitze), entgegnete ihnen der Oberbefehlshaber: ..Und wenn wir's nicht abstellen — werden sie krepieren? ja, das wollen wir eben, Ihr Verräter. Ihr Feinde des Vaterlands! . . .*" Ein türkischer Offizier, der Tel-Aviv zum erstenmal gesehen hatte, äußerte sich: ..Ich wollte, ich wäre so reich, um hundert Araber, ausgerüstet mit Benzin, dingen zu können, damit sie diese zionistische Stadt ausräuchern! . . Kurzum: die vierte Armee und die Einwohner von Syrien und Palästina wurden einander Todfeinde. Die Offiziere fühlten sich im Lande unsicher, sie glaubten, die Notabein ausrotten zu müssen, weil sie sie für Feinde der Türkei hielten. So wurden in Syrien zahlreiche angesehene Bürger, der Franzosenfreundlichkeit verdächtig, an den Galgen gebracht. — Einmarsch der türkischen Truf>j)i en Requisitionen Judenhaß

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