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Menorah · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-01-01
Page
Seite 33 (sequence 13)
Language
German
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HOLZSYNAGOGEN IN POLEN 33 wie man sie in Jablonow findet, also die Einteilung der Wand in Felder. Doch ist die Bemalung nicht zu Ende geführt worden; ein Drittel der Süd-, die ganze Nordwand und die Decke sind unbemalt geblieben. Das Bima, in der Mitte des Männerbetraumes errichtet, trägt einen Baldachin, der als oberen Abschluß einen Doppeladler erhalten hat; die hl. Lade zur Aufbewahrung der Thorarollen besteht aus einer Art Schrank, der von geschweiften Konsolen getragen und durch Ranken - Ornamente geziert wird. Zur Beschriftung: Ost wand: r.: v. Sohn des Vorstehers und Rabb. Isak b. (gelehrten) Mardokhai s. A.; unten: Leb Altfest oder Altpest. Gn. 4918 („lisuath'ka"), in Medaillons zerteilt; Ps. 58; gespendet vom gelehrten Abraham ha-kohen (in Polen statt „Kohen" beliebt: Kohen zedek Katz) für s. Sohn, das Kind Pinchas Aser Mose 1736 (1730?). Südwand: Ps. 168 („schiwithi") gesp. v. Jecheskel Rofe (Arzt) u. s. Frau 1844. JLf ie Synagoge in C h y r 6 w wurde nach einer hebräischen Inschrift am Bima im Jahre 5500 der jüd. Zeitrechnung, d. i. im Jahre 1740°), bemalt, also sicher einige Jahre früher erbaut. Die Frauenabteilungen, in zwei Stockwerken über der Vorhalle angeordnet, sind über die Südwand des Männerbetraumes hinaus verlängert. Hier befindet sich auch die krummlinige Stiege zu den oberen Stockwerken. Den Männerbetraum, der durch einfache Fenster (in der ursprünglichen Bleiverglasung) erleuchtet ist, überwölbt eine große Tonne mit einer Hohlkehle am Kämpfer. Von der Ostzur Westwand zieht sich ein Satteldach, beiderseits mit Giebeln abgeschlossen; der verlängerte Teil ist mit einem Satteldach normal zum Hauptdach abgedeckt. Die zweite äußere Stiegenanlage wurde erst im Jahre 1910 als Notstiege erbaut. Während die Decke unbemalt blieb, waren die Wände reich polychromiert; doch ist heute von der Malerei nur wenig übriggeblieben. Soviel man noch erkennen kann, war die Wand in Felder geteilt, ähnlich wie in Gwozdziecz. Die hl. Lade ist mit Schnitzereien geziert, deren Grundmotiv die Weinrebe bildet. Der Männerbetraum wurde als Blockbau ausgeführt, die Wände der Vorhalle und des Frauenbetraumes sind hingegen als Ständerwände ausgebildet; die heute an der Südseite des Gebäud:: 9) Nach Angabe des KultusYcrstehers von Chyrow. (Doch scheint an. einer Wand die Jahreszahl iG-12 lesbar zu sein! Dr. Gr.).

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