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Menorah · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-01-01
Page
Seite 32 (sequence 12)
Language
German
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32 MENORAH Zur Beschriftung: Westwand: r. im Medaillon: „Herr der Welt" etc., 1.: „mismor" (= „Psalm"), r. Gebet wegen der Träume, gespendet vom Gemeindeoberhaupt Mose b. Josef, dem Kohen, mit s. Sohne Elimelekh 1718. Westwand: r. ein Gebet in Kaddis-Form, gespendet von Gliajjim (oder David) b. (des alten Rabbinatspräsidenten) Chananja (?) mit seinen Söhnen Mose David (?). Westwand: r. „B'rikh s'meh .. (Gebet), gesp. vom Gemeindeoberhaupt Rabb. Abraham b. Rabb. Meir ha-kohen u. s. Söhnen; links: Gebet in Kaddis-Form, „Ab ha-rachamim" gegen böse Stunden usw., gesp. v. David (?) b. (des alten Rabb.) Meir b. Rabb. Abraham ha-kohen mit s. Söhnen Mose David (?). Nordwand: ,,J'hi razon" (Gebet, Mardokhai b. Rabb. Meir ha-kohen 1711. JL/ie Synagoge in Kamioaka strumilov a soll, nach einer jüdischen Ortsüberlieferung, vor ungefähr 400 Jahren, also im 16. Jahrhundert, errichtet worden sein. Diese Behauptung ist aber nicht haltbar, da eine Inschrift die Jahreszahl 1730 angibt, wonach die Bemalung der Wände im Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden ist. Der äußere Aufbau zeigt in seinen Einzelheiten Formen, die wir im Vergleich mit den landesüblichen als solche von Ende des 17. bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts ansprechen, weshalb die Entstehungszeit dieses Baues unbedingt in diese Zeit verlegt werden muß. Der Männerbetraum, die Vorhalle mit der darüber angeordneten Frauenabteilung, sind als Blockbau errichtet; im Westen ist dem Baue eine offene Galerie vorgelagert, in der die beiden Treppen für die Frauenabteilung angeordnet sind. An der Nord- und Südseite der Männersynagoge sind außerdem in Parterreanbauten Frauenbeträume angelegt. In der Achse des Baues wird die Galerie durch einen Vorbau, der von einer Kuppel überspannt ist, unterbrochen. Die Säulen werden durch Bogen miteinander verbunden, die im Scheitel eine Hängesäule erhalten, eine Anordnung, der man auch bei der Synagoge in Wolpa wieder begegnet. Das Dach, das sich nach außen hin als Mansarde mit Frontgiebeln zeigt, ist in seiner Konstruktion ein einfaches Satteldach, das durch die x^nordnung von zwei Reihen Anschüblingen in ein Mansarddach umgewandelt wird. Die Pfette, die heute über der Zange angeordnet erscheint, ist erst in späterer Zeit eingefügt worden. Der Männerbetraum wird durch ein hölzernes Tonnengewölbe gedeckt. Die Wände zeigen reiche Polychromierung in einer Ausführung,

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