Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 10 (1932)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1932)
- Article
- Holzsynagogen in Polen
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 8)
- Language
- German
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28 MENORAH „Auf einer Wage mögen sie aufsteigen (vgl. Ps. 6210) von beiden Seiten und über den Himmel hinausragen Deine Gnade" (Ps. 1085). Beim Skorpion (als Eidechse) klingt der Anfang an den bekannten Text: .,Gedenke derer, die des Regens bedürfen, wie Du unseren Vater Abraham erhört hast auf dem Berge Moria." Der Schütze: 2, S. 2235 „Er (Gott) übt meine Hände zum Kriege und meine Arme drücken eherne Bogen nieder." Der Steinbock: „Mit dem Bock erhöre uns, wie Du Elia auf dem Karmel erhört hast." Der Wassermann: „Aus Not errette uns (vgl. Ex. 239) schnell mit dem Eimer (-Wassermann); den Heilverkünder, den Tischbiten (Elia, vgl. 1 R 171 u. sonst) bringe uns rasch." Die Fisch e5): „Erlöse Dein Volk, das wie Fische im Netz gefangen, rette sie, bringe sie in Geborgenheit." Ein Adle r mit Dt. 32-,]. „Alles dies machte ich, der Maler Israel b. Mardokhai, gen. Mardokhai Lissnitz(? ki) a. d. Stadt Jaryczow." Große Tonne: Rechts wie Sota 5 a („Mit dem Hoff artigen kann Gott nicht innerhalb vier Ellen sein"); Ps. 168 „diese Synagoge wurde renoviert in den Tagen oder von Mose b. Jair 1714" (ein Mose ben Jair soll der Maler der Westwand gewesen sein). 13ie Synagoge in G w o z d z i e c z bei Kolomea ist in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden. Die älteste Jahreszahl, die uns an diesem Baue erhalten ist, lautet wohl 16406), ist aber, weil verstümmelt, unbrauchbar; die nächstfolgende jedoch lautet: 1652, in diesem Jahre spendete Issakhar Bär einen Teil der Malerei für seinen Sohn. Demnach dürfte die Synagoge in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut worden sein. Der Männerbetraum, als Blockbau (Fichtenholz) mit nahezu quadratischem Grundriß errichtet, ist heute infolge des schlecht angelegten Unterbaues, wie man aus der Malerei ersehen kann, gesunken. Die gemalte Arkadur mit den Inschriften derer, die den Platz gekauft haben, ist unter den an den Wänden umlaufenden Bänken teilweise verschwunden, während sie ursprünglich über den Bänken angeordnet war. Als Hauptraum ist er mit einer reichgegliederten Decke versehen, die vom Viereck durch Einschalten von pedantivartigen Dreiecken in eine achteckige Kuppel überführt wird. Wie jedoch das Dachgespärre zeigt, war ursprünglich eine große Tonne, ähnlich jener in Chodorow, als Raumabschluß gedacht. Erst bei der wahrscheinlich im Jahre 1652 durchgeführten Bemalung der Wände und Decke ist die heute be- B) 3 Fische wie in der ersten Pessachhaggada (XV. Jahrh.) im German. Museum, Nürnberg-. Übrigens weist die Tonne auch 3 Hasen auf. 6) Mitteilungen der k. k. Zentralkommission; 3. Folge, VIII., 1909, 542.