Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1932-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1932) · p. Seite 26

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
10 (1932)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1932)
Article
Holzsynagogen in Polen
Date
1932-01-01
Page
Seite 26 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2912821-2912916-2912918-2927754--11007-2927864
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

26 MENORAH daß diese Inschrift aus dem Jahre 1714, durch die auch ein solches Verstärkungseisen läuft, darauf Rücksicht nimmt, während jene Inschrift, die uns über den Maler Lissnitzki Aufschluß gibt, sich unter der Schiene fortsetzt, also früher als die Verstärkung vorhanden gewesen sein muß. Hierdurch ist überdies der Nachweis erbracht, daß Lissnitzki vor 1714 tätig gewesen ist. In den Jahren 1895 und 1905 wurden die letzten Renovierungen der Malerei ausgeführt. Durch eine in den Jahren 1909/10 erfolgte schlechte Restaurierung hat das Äußere des Baues seinen ursprünglichen Charakter ganz verloren. Auf Grund einer Photographie, die vor der Umgestaltung angefertigt wurde, ist es glücklicherweise noch möglich, den alten Bestand zu rekonstruieren. Dem Männerbetraum waren an der Nord- und Südseite Frauenabteilungen, an der Westseite ein Vorraum vorgelagert, über welchem eine dritte Frauenabteilung mit einer vorgelegten Galerie angeordnet war. Der Männerbetraum ist durch eine große Tonne überwölbt, die von zwei umlaufenden Hohlkehlen an den Wänden begleitet wird. Fr ist mit einem zweiteiligen Mansarddach gedeckt, das an den Schmalseiten durch Vorstoß und Giebel abgeschlossen wird. Wände und D-ecken dieses Raumes sind mit reichen Malereien versehen. Die Wiinde sind auch bei dieser Anlage durch horizontale und vertikale Streifen zur Aufnahme der Inschriften in Felder geteilt, doch wird hiebei auf die Fensteröffnungen Rücksicht genommen. Die Decke zeigt Motive, wie sie für die Bemalung der Synagogen in Gaiizien typisch sind, vor aLlcm auch den Tierkreis, der die große Tonne ziert. Die hl. Lade, auf einem mehrstufigen Unterbau errichtet, ist mit Flachschnitt reich ausgestattet. Das alte Bima, sowie das Brüstungsgeländer der Stiege zur hl. Lade, sind bei der Rekonstruktion durch ein neues aus Schmiedeeisen ersetzt worden. Ein Kunstwerk der Holzschnitzerei ist wohl die Eingangstür zur Männerabteilung; Ständer und Sturz sind auf beiden Seiten mit Rankenornamenten im Flachschnitt geziert. Zur Beschriftung und Bemalung ist folgendes anzumerken: Ostwand: Löwe mit d. Umschrift: Frau Hene, ihre Seele sei aufgenommen in den Bund des Lebens; Warnungen vor Hochmut: Sota 5 a und aus Eleasar b. Jehuda's Rokeach. Erneuert und geschmückt 1895. Tür: Ps. 155]5, 11819. Über der Eingangstür: Renoviert der gemalte Leuchter 1905. Westwand: der Ausbesserer oder der die Kosten der Renovierung gelragen hat, war Mose b. Jair aus Radziwilow. Der Name des Malers ist nicht mehr auf die Photographie gekommen. L'kha dodi (Gebet). Berakh. 6a: das Gebet im Gottes-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.