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Menorah · 1931-09-01 · Heft 9-10 (September 1931) · p. Seite 443

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
9 (1931)
Issue
Heft 9-10 (September 1931)
Article
Die wirtschaftliche Krise des deutschen Juden [sic!]
Date
1931-09-01
Page
Seite 443 (sequence 5)
Language
German
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DIE WIRTSCHAFTLICHE KRISE 443 Sonderheit auf wirtschaftlichem Gebiet zwischen Juden und Christen in Deutschland mehr existierte. Niemals wird der synthetische Jude die hesonderen jüdischen Eigenschaften und Fähigkeiten gering achten, wird auch nicht hehaupten, daß nicht eine spezielle wirtschaftliche Begabung hei den Juden vorliegt oder zum mindesten vorgelegen hat. Cerade der Synthetiker nicht, der das Wesen einer Nation nicht aus der rassenmäßigen Zusammensetzung, sondern aus der k u 1 tu r e 11 e n V e r 1) u n d e n heil d e r V c> 1 k s s c h i c h 1 e n erklären will. Die Ziele des jüdischen Nationalisten liegen außerhalb Deutschlands, das Ideal des jüdischen Assimilanten außerhalb des Judentums. An dem Problem der Zukunft des deutschen Juden in der deutschen Wirtschaft sind also am meisten d i e Kreise interessiert, die bewußte D e li t s c h e u n d z u g l e i c h h e w u ß t e J u d en sein wollen. Denn sie sehen, daß mehr denn je die deutschen Juden mit der deutschen Wirtschaft auf Cedeih und Verderb verbunden sind. Bei der Beurteilung der Rolle des Juden in der deutschen Volkswirtschaft ist die Frage seiner wirtschaftlichen Machtposition stets von großer Bedeutung gewesen. Marcus untersucht deshalb die verschiedenen Schätzungen über das Ein kommen der deutschen Juden, um auf diese Weise ein Bild über ihre heulige wirtschaftliche Lage zu gewinnen. Er prüft die Feststellungen von Sombart und A. Menes und kommt zu dem Schluß, daß das j ü d i s c h e E i n k o m m e n i{ e g e n ü b e r d e m R e i c Ii s d u r c h s c h n i t t e i n e «V2 m a 1 i g e Überhöhung pro Kopf erreiche, eine Schätzung, die sicherlich trotz aller vorsichtigen Abwägungen heute Jüngst zu Ungunsten der deutschen Juden überholt ist. Er sieht aber in dieser Ermittlung einen der Beweise für die Tatsache, daß das deutsche Judentum im deutschen Wirlschaftsaufbau einen Faktor von besonderer Struktur darstellen muß. Man wird seiner Behauptung, daß sich hieraus auch für die Zukunft noch eine Verschiedenheit, dieses Schicksals ergehen müsse, nicht zu folgen brauchen. Er betont auch selbst, daß die P r o 1 e t a r i s l e r u n g d e r d e u t s c h e n J u d e n u n a u f h allsam fortschreite, ja er rechnet mit der Möglichkeit, daß die Entwickhmgslinie bei den Juden noch unter die allgemeine deutsche sinken könne. Mil Recht sieht Marcus in der Znsammenbalhing der Juden in der deutschen Großstadt, besonders in Berlin, eine Gefahr, auf die auch vor ihm schon mehrfach hingewiesen worden ist (vergl. u. a. meinen Aufsalz „Die Juden in der Berliner Wirtschaft". C. V. Kalender 1931 und meinen Artikel ..Wissenschaftliche Grund-

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